340 Meter des Biberenbaches werden als Pilotprojekt in den nächsten Wochen revitalisiert. Weil die Betonelemente, mit denen der Bach in den 60-er-Jahren verbaut wurde, kaputt gehen, muss so oder so eine Sanierung des Baches durchgeführt werden.

Die Kosten übernehmen Bund und Kanton (80 Prozent). Die restlichen 20 Prozent werden fast vollständig durch Pro Natura, WWF und die Repla getragen. Für die Gemeinde Bibern bleibt nur ein kleiner Anteil. Mit der Revitalisierung soll der Bach aufgewertet werden, die Durchgängigkeit für die Fische wird verbessert, es werden neuen Lebensräume geschaffen und der Unterhalt wird kostengünstig.

Befreiung für den Bach

Mit einer Machbarkeitsstudie hat der Kanton 2008 den 4.5 km langen Bachverlauf überprüft und mögliche Revitalisierungsmassnahmen abgeklärt, nachdem die Gemeinde Bibern dazu den Impuls gegeben hatte. Die Finanzierung, der Landbedarf von rund drei Hektaren Landwirtschaftsland sowie das Einverständnis der Bewirtschafter und Anstössergemeinden stellten sich dabei als Knackpunkte heraus.

Mit einem Pilotprojekt wird nun der Bach auf einem 340 m langen Teilstück aus dem kanalisierten Bachbett befreit werden. Dem Gewässer soll mit den Bauarbeiten Raum und Eigendynamik zurückgegeben werden. Das Pilotprojekt soll als Anschauungsobjekt für nachfolgende Projekte entlang des Biberenbaches dienen. Die Bauarbeiten dauern ab heute sechs bis acht Wochen. 

Der Biberenbach entspringt im Gächliwiler Möösli und durchfliesst das Chalchmattentälchen in naturnahem Lauf. Ab Gossliwil wird der Bach seit der Güterzusammenlegung in einem kanalisierten Gerinne durch das Biberntäli geführt. Diese Gewässerführung erfordere hohe Unterhaltskosten und verhindert gewässertypische Sohlen- und Uferstrukturen, teilt das Amt für Umwelt des Kantons Solothurn mit. (ram/san)