Ratspräsident

Dornach feiert den höchsten Solothurner

Daniel Urech wurde in seiner Wohngemeinde Dornach gebührend geehrt. Der Schwarzbube präsidiert im nächsten Jahr den Kantonsrat.

Es regnet in Dornach, es ist kalt und dunkel: Die Voraussetzungen für den Apéro auf dem Platz des Schlachtdenkmals sind nicht die besten. Rund 100 Besucherinnen und Besucher lassen sich vom schlechten Wetter aber nicht abhalten. Sie sind gekommen, um Daniel Urech, der im kommenden Jahr als erster Grüner dem Solothurner Kantonsrat vorstehen wird, zu ehren.

Der Dornacher wurde am Vormittag in Solothurn im Rathaus mit 88 von 96 möglichen Stimmen gewählt. «Ein sehr gutes Resultat», erklärt Landammann Roland Fürst (CVP). Das habe sich der künftig höchste Solothurner über Jahre mit politischer Knochenarbeit, Dossierfestigkeit, Anstand und Respekt verdient. Urech gehört dem Parlament des Kantons Solothurn seit 2011 an, dem Gemeinderat von Dornach sogar schon seit 2005. Dabei ist der Schwarzbube erst 36 Jahre alt.

Im Gemeinderat seiner Wohngemeinde ist der neue Kantonsratspräsident das dienstälteste Mitglied. «Ich bin stolz darauf, dass Du das Schwarzbubenland in den Kanton heraustragen wirst», sagt der Dornacher Gemeindepräsident Christian Schlatter (Freie Wähler Dornach) zu seinem Kollegen. Daniel Urech selber betont, «in den kommenden Monaten in Erinnerung zu rufen, dass der Kanton Solothurn bis an der Rand der Stadt Basel reicht». Dann wendet er sich an die Anwesenden: «Sprechen Sie doch Ihren Nachbarn an. Vielleicht kommt er aus einem anderen Kantonsteil als Sie und möchte über seine Herkunft berichten.» Der Aufforderung folgen einige der Besucher und beginnen ein Gespräch mit einem Unbekannten. Bei einem Glühwein wärmen sie sich ein wenig auf.

Im Shuttle-Bus geht es anschliessend zu den Festivitäten ins Restaurant Treff Zwölf. Der Saal ist zum Bersten voll und zeigt, dass doch einige den Apéro zuvor sausen liessen. Die ganze regionale Politprominenz ist da: Der Solothurner Regierungsrat Remo Ankli (FDP) fehlt genauso wenig wie die neue Baselbieter Nationalrätin Florence Brenzikofer (Grüne) und die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne).

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