Im Videoclip sieht man Stefan Müller-Altermatt nur von hinten. Das hat einen Grund. «Es geht nicht um meine Person, sondern darum, sich auf das Wesentliche zu besinnen: das Leben, die Menschen und ihre Bedürfnisse – das ist auch mein Appell an die Politik», sagt er gegenüber «Blick».

Der Herbetswiler ist nebenbei auch Präsident der Umwelt-, Raumplanungs- und Energiekommission. Der CVP-Nationalrat schreibt auf seiner Homepage, dass er beim anstehenden Wahlkampf weitgehend auf Plakate verzichten will. Sein Ziel sei es, die Leute mit einem Popsong zu erfreuen. Diesen hat er zusammen mit seinem Freund David McVeigh komponiert. «Meine Frau und meine Kinder mussten ihr Okay gegeben, sonst hätte ich das nicht gemacht», sagt er gegenüber der Boulevardzeitung. «Ich will nicht, dass meiner Familie mein Auftritt peinlich ist.»

Musik ist in der Politik nichts Neues. Schon in vergangenen Jahren wurde damit politisch geworben. Die SVP veröffentlichte den Willy- und jüngst den Sünneli-Song. Die Grünliberalen den Beats GLP Song.

Verwesentlichung der Politik

Wie Müller-Altermatt auf seiner Homepage schreibt, will er sich für eine Verwesentlichung der Politik einsetzen. Er ist der Meinung, dass sich die politischen Kontrahenten zu oft in den Dienst ihrer Ideologie, anstatt in den Dienst ihrer Sache stellten. Das habe laut Müller-Andermatt dazu geführt, dass die Politik den Blick fürs Wesentliche zum Teil verloren habe. (daa)