Spenden
Grosse Solidarität mit den Opfern der Überschwemmungen in Indien – auch in Solothurn

Die Kantonsrätin Susan von Sury, die in Indien aufgewachsen ist, sammelt Spenden für Opfer der Überschwemmungen im südindischen Bundesstaat Kerala. Auch ihre Familie ist betroffen, hat zumindest aber noch ein Dach über dem Kopf.

Raphael Karpf
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CVP-Kantonsrätin Susan von Sury sammelt für die Opfer der Überschwemmungen in Kerala.

CVP-Kantonsrätin Susan von Sury sammelt für die Opfer der Überschwemmungen in Kerala.

key/bar

Der südindische Bundesstaat Kerala wurde diesen August vom schlimmsten Hochwasser seit 100 Jahren heimgesucht. Über 400 Menschen sind den Fluten zum Opfer gefallen, über eine Million Menschen befinden sich in Notunterkünften. Schuld an den Fluten sind ausserordentlich starke und lange andauernde Monsunregen.

Mittendrin: die Familie von Kantonsrätin Susan von Sury (CVP, Feldbrunnen). Sie ist in Kerala aufgewachsen, ihre Geschwister und deren Familien sind dort zu Hause. Diesen gehe es aber den Umständen entsprechend gut. Noch am Mittwochmorgen hat von Sury mit ihrer Schwester telefoniert. «Die Lebensmittelversorgung ist prekär, weil die Strassen unterbrochen und manche Flughäfen geschlossen sind. Aber meine Familie ist gesund und hat ein Dach über dem Kopf», erzählt sie.

Schwere Überschwemmungen in Südindien im August 2018
14 Bilder
Schwere Überschwemmungen in Südindien
Schwere Überschwemmungen in Südindien
Ein Truck transportiert Leute über eine überflutete Strasse in Thrissur
Schwere Überschwemmungen in Südindien
Schwere Überschwemmungen in Südindien
Schwere Überschwemmungen in Südindien
Schwere Überschwemmungen in Südindien
Schwere Überschwemmungen in Südindien
Schwere Überschwemmungen in Südindien
Hier hat ein umgefallener Baum ein Eisentor zerstört.
Mehr als eine Million Menschen sind in Notunterkünften untergebracht worden. Zehntausende Menschen werden in Suppenküchen versorgt.
Menschen waten durch überflutete Gebiete
Ein Freiwilliger wirft ein Pack Brot in Richtung eine Familie

Schwere Überschwemmungen in Südindien im August 2018

AP

Das Elternhaus, das Ende Juli noch unter Wasser stand, ist mittlerweile wieder bewohnbar. Ihre Familie hat mehrere Nachbarn bei sich aufgenommen, deren Häuser noch unter Wasser stehen. In vier Zimmern wohnen im Moment an die 20 Leute.

Es ist das erste Mal, dass die Region von einer solchen Katastrophe heimgesucht wird. «Die Leute wussten gar nicht, was tun, als das Wasser kam. Aber es hätte auch schlimmer kommen können», findet von Sury. «Die Solidarität in Kerala ist riesig.» Viele Menschen bieten Nachbarn Obdach, lokale Fischer haben auf ihren winzigen Booten unzählige Menschen von den Fluten gerettet.

Und auch in Solothurn scheint grosse Solidarität mit den Opfern zu herrschen. «Ich wurde von vielen Leuten angefragt, wie sie helfen könnten.» Also habe sie sich entschlossen, ein Spendenkonto zu eröffnen. Einbezahlte Beträge will sie vollumfänglich dem Hilfsfonds des Regierungschefs von Kerala überweisen. «Ich habe im Juni Chiefminister Pinarayi Vijayan persönlich kennen gelernt. Er ist integer, ich habe volles Vertrauen in ihn. Die Gelder des Hilfsfonds kommen unter der Überwachung des Parlaments direkt der notleidenden Bevölkerung zugute.» Das Geld werde vor allem für den Wiederaufbau dringend benötigt.

Wer spenden möchte, kann dies auf folgendem Konto machen

Nothilfe Flutkatastrophe Kerala

Susan von Sury-Thomas

4532 Feldbrunnen

IBAN CH63 0878 5033 3671 9117 9