Blaues Kreuz
Hitzige YouTube-Debatten zu Rauch und Dampf

Seit einigen Jahren betreibt das Blaue Kreuz Bern - Solothurn - Freiburg mit wachsendem Erfolg einen YouTube-Kanal zu Sucht- und Gesundheitsthemen. Mehr als 4,3 Millionen Mal wurden die insgesamt 178 Kurzfilme bereits aufgerufen. Besonders auf Interesse stossen dieses Jahr Kurzfilme zum Tabak- und E-Zigarettenkonsum.

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E-Shishas auf dem Pausenplatz (gestellte Szene).

E-Shishas auf dem Pausenplatz (gestellte Szene).

Chris Iseli/AZ

Zwischen Januar und Juli 2018 wurde ein Kurzfilm zum Thema Rauchstopp 132'803 Mal aufgerufen. Damit gehört dieser Beitrag aktuell zu den Top-3-Videos des YouTube-Kanals vom Blauen Kreuz. Laut Suchtmonitoring Schweiz rauchen 31.6 Prozent der 15- bis 25-Jährigen – mehrheitlich Männer – täglich oder gelegentlich. Der Anteil Rauchenden in der schweizerischen Bevölkerung ab 15 Jahren liegt aktuell bei 25.3 Prozent. Unangefochten auf Platz 1 steht der Kurzfilm zu E-Shisha mit 183'457 Aufrufen. Platz 3 belegt ein Kurzfilm zum Thema Alkoholabhängigkeit mit 57'479 Aufrufen.

Die Kurzfilme werden mehrheitlich von Männern zwischen 18 und 24 Jahren angeschaut, schreibt das Blaue Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg in einer Medienmitteilung.

Seit der Lancierung des Kanals vor sieben Jahren wurden mehr als 6'000 Kommentare gepostet. Christine Grogg, Grossrätin und Präsidentin des Blauen Kreuzes Bern - Solothurn - Freiburg meint dazu: «Interessierte erhalten auf unserem YouTube-Kanal relevante Informationen und tauschen sich via Kommentarfunktion rege aus. Die visuell geprägte Wissensvermittlung kann ein positives Gesundheitsverhalten stärken.» (mgt)

Das Blaue Kreuz

Das Blaue Kreuz Bern - Solothurn - Freiburg ist eine Organisation der Suchthilfe, spezialisiert im Bereich Alkohol. Es ist in der Suchtprävention, Beratung und Nachsorge tätig. Als politisch und konfessionell unabhängiger Verein ist es Teil des Schweizerischen und Internationalen Blauen Kreuzes. Die Arbeit orientiert sich an anerkannten fachlichen Konzepten und basiert auf dem christlichen Glauben. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist das Engagement von Freiwilligen. Die meisten Angebote sind Teil einer Leistungsvereinbarung mit den Kantonen Bern und Solothurn. Finanziert wird es zusätzlich durch Gelder der Landeskirche, durch Spenden und durch Erträge aus Dienstleistungen.

Mehr Informationen gibt es hier.