Schule soll nicht nur im Klassenzimmer stattfinden. Sondern auch im Wald, im Museum, im Römerlager. In sogenannten ausserschulischen Lernorten, wie es im Bildungsraum Nordwestschweiz heisst. Dazu gehören die Kantone Solothurn, Aargau und die beiden Basler Halbkantone. In diesem Gebiet gebe es viele verschiedene Lernorte praktisch vor der Haustüre, wie der Solothurner Bildungsdirektor Remo Ankli an einer Medienkonferenz im Museum Altes Zeughaus erörterte. Ein Anlass, der die Botschaft vermitteln sollte: «Der Bildungsraum lebt!».

Für den Anlass waren denn auch die Vertreter aus dem ganzen Bildungsraum angereist. Gemeinsam stellten sie eine neue Webseite vor. Auf dieser werden gesammelte ausserschulische Lernorte angezeigt. Über 130 sind es Stand jetzt.

Betrieben wird die Webseite von der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz. Laut Katrin Kraus, Projektleiterin, werden alle Standorte geprüft, bevor sie publiziert werden. Die Angebote müssen nämlich politisch neutral sein und dürfen nicht gewinnbringend sein.

«Praktisch jeder Wald kann ja ein Lernort sein», so Kraus. Es gehe aber darum, Angebote zu vermitteln, die einen Mehrwert bieten. Also etwa das Alte Zeughaus selbst, wo Quiz oder Rollenspiele gebucht werden können oder auch das Kernkraft Gösgen, in welchem Besichtigungen für Schulklassen durchgeführt werden. Es gibt auf der Webseite für alle Fächer des Lehrplans und alle Stufen der Volksschule Angebote.

So soll die Plattform laut Kraus nicht dazu dienen, dass Lehrpersonen mit ihren Klassen öfters rausgehen. Vielmehr solle die Webseite helfen, die Inhalte des Lehrplan 21 – welcher abgesehen vom Aargau im ganzen Bildungsraum der Nordwestschweiz eingeführt worden ist – an konkreten Beispielen umzusetzen. Bisher führten viele Lehrpersonen und Schulen mit ihren Klassen einfach immer wieder die selben Expeditionen durch.

Am Schluss wird es für die Lehrpersonen vor allem einfacher, Ausflüge zu organisieren, weil sie alle Lernorte auf einen Blick haben. Das wäre zumindest das Ziel – auf der Webseite gibt es nämlich auch eine Meldefunktion für Lernorte, die noch nicht erfasst sind. So sollen laut den Verantwortlichen dereinst alle Angebote des Bildungsraums erfasst werden.

Hier geht es zur neuen Webseite.