Rega-Einsatz
Zwei Schwerverletzte nach Unfall in der Kebag – Betroffenheit bei Direktor und Mitarbeitern

In der Kebag in Zuchwil kam es am Donnerstag zu einem Unfall bei der Kehrichtverbrennung. Zwei Mitarbeiter wurden schwer verletzt. Mit einem Unfall dieser Art habe niemand gerechnet, sagt der Direktor.

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Die Kehrichtverbrennungsanlage Kebag in Zuchwil.

Die Kehrichtverbrennungsanlage Kebag in Zuchwil.

Maddalena Tomazzoli

Zwei Mitarbeiter der Kebag in Zuchwil liegen im Spital. Sie wurden verletzt, als es ausserhalb eines Brennofens zu einer Verpuffung kam. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag, 11. November, gegen 14.30 Uhr, wie die Kapo Solothurn mitteilt.

Zwei Angestellte der Kehrichtverbrennungsanlage waren dabei, eine Störung im Bereich der Zufuhr zum Brennofen zu beheben. Aus noch unbekannten Gründen kam es zu einer Verpuffung. Dabei erlitten die beiden Männer mittelschwere bis schwere Verletzungen. Sie wurden mit zwei Rettungshelikoptern der Rega in ein Spital geflogen.

Aufgrund der angetroffenen Situation wurden mehrere Fachstellen beigezogen, so die Kapo weiter. Bei den durchgeführten Messungen zeigte sich, dass für die involvierten Einsatzkräfte und die Umwelt keine Gefahr bestand. Der genaue Hergang des Vorfalls sei noch nicht restlos geklärt. Entsprechende Abklärungen durch Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn sind im Gang.

Ein Verbrennungsofen bei der Kebag in Zuchwil.

Ein Verbrennungsofen bei der Kebag in Zuchwil.

Fraenzi Ruetti

Grosse Betroffenheit bei der Kebag

Gegenüber Tele M1 sagt der Direktor der Kebag, Markus Juchli, ihm und seinen Mitarbeitern gehe dieser Unfall sehr nahe. Auch wenn die Verletzungen nicht lebensbedrohlich seien. Mit einem Unfall dieser Art habe im Betrieb niemand gerechnet. «Ich habe ganz schlecht geschlafen diese Nacht, es geht mir nicht wirklich gut», sagt er. Auch seine Mitarbeiter seien immer noch in Schockstarre. Juchli sagt: «Für uns ist das absolut nicht alltäglich, wir haben wirklich selten bis nie schwere Unfälle».

«Wir sind sehr betroffen im Moment.»

Speziell gefährlich sei die Arbeitsumgebung rund um den Verbrennungsofen eigentlich nicht, wobei leichtere Verpuffungen hin und wieder vorkommen können. Meistens liege es an der falschen Entsorgung der Sonderabfälle, die hier landen. Bei 1000 Tonnen pro Tag könne man den Kehricht leider nicht so genau anschauen.

«Wenn es irgendwo geknallt hat, kann man danach nicht mehr einfach so eruieren, was es schlussendlich war», sagt Juchli. Potenziell seien es Gasflaschen oder mit Gas gefüllte Behälter, die dann bei der Verbrennung zu einer Verpuffung führen können. Deshalb mahnt er: «Sonderabfälle gehören nicht in den Hausmüll.» Die Kebag appelliert, den Sondermüll fachgerecht zu entsorgen, damit schwere Unfälle wie der gestrige nicht mehr vorkommen. (kps/TeleM1)

Beitrag Tele M1 vom 12. November.

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