Im April gingen bei der Kantonspolizei Solothurn bisher mehr als 50 Meldungen ein, wonach sich falsche Polizisten telefonisch bei Bürgerinnen und Bürger gemeldet haben. «Meist sprachen die Anrufer hochdeutsch und gaben vor, Mitarbeitende der Kantonspolizei zu sein, welche Abklärungen, oft im Zusammenhang mit Einbrüchen, tätigen», heisst es in einer Medienmitteilung der Polizei.

Fast alle Angerufenen hätten sich vorbildlich verhalten und seien nicht auf die Anweisungen des falschen Polizisten eingegangen, sondern hätten umgehend die Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn. In einem Fall übergab jedoch eine 80-jährige Rentnerin aus dem Schwarzbubenland am Montag einem unbekannten Mann Schmuck und Geld im Gesamtbetrag von mehreren 10'000 Franken. Die Kantonspolizei Solothurn hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen und mahnt zu erhöhter Vorsicht im Zusammenhang mit Telefonbetrügern.

So schützen Sie sich:

  • Misstrauisch sein! Die Polizei ruft Sie nicht mit der Telefonnummer 117 an und bietet Ihnen nie an, Geld oder Wertsachen aufzubewahren.
  • Nie auf Geldforderungen eingehen! Übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen, auch wenn diese noch so vertrauenswürdig klingen.
  • Nicht unter Druck setzen lassen! Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen bekannt. Lassen Sie sich nie unter Druck setzen und beenden Sie solche Telefonate sofort.
  • Rücksprache halten, Hilfe holen! Nehmen Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen umgehend Rücksprache mit Familienangehörigen oder der Polizei.