Bucheggberg
Coronakonformer «slowUp»: Statt gemeinsam, geht's heuer in kleinen Gruppen «slow» durch den Bucheggberg

Dank Spezial-Corona-Programm und abgeänderter Route kann der slowUp nun individuell abgefahren werden. Die Strecke ist bis 31. Oktober offen.

Rahel Meier
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Der slowUp im Bucheggberg im Jahr 2018.

Der slowUp im Bucheggberg im Jahr 2018.

Hansjörg Sahli

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation und des Verbotes von Grossveranstaltungen musste der slowUp Solothurn-Buechibärg auch in diesem Jahr abgesagt werden. Der slowUp kann nun aber doch gefahren werden.

Ermöglicht wird dies durch das alternative Angebot «slowUp yourself!» Das heisst konkret, dass eine leicht abgeänderte Strecke ab sofort bis zum 31. Oktober täglich befahren werden kann. Der slowUp findet damit für einmal nicht in der Masse und auch nicht auf einer abgesperrten Strecke statt.

Streckenführung wurde abgeändert

Normalerweise ist der slowUp Solothurn-Buechibärg 46 Kilometer lang. Die Strecke führt auch durch Zuchwil, Solothurn und Biberist. Diese drei Gemeinden werden bei der Individualroute nun aber ausgelassen. Die 31 Kilometer lange Spezial-Strecke startet oder endet in Lohn-Ammannsegg und kann in beiden Richtungen befahren werden.

Wer den slowUp in der Richtung fährt, in der er normalerweise geführt wird, fährt via Küttigkofen, Aetingen und Unterramsern in Richtung Balm bei Messen. Dort geht es dann über Lüterswil und Biezwil nach Schnottwil. Nachher fährt man wieder die gewohnte Strecke nach Oberwil bei Büren, Gossliwil, Bibern und Lüterkofen-Ichertswil zurück nach Lohn-Ammannsegg. Dabei sind 340 Höhenmeter zu bewältigen. Die Fahrdauer für die Strecke wird mit vier Stunden angegeben.

Nicht geeignet für kleine Kinder und Inlines

Beat Stähli.

Beat Stähli.

zvg

«Wir haben die Strecke in Absprache mit der nationalen Organisation so gewählt», erklärt Beat Stähli (Präsident Verein slowUp Solothurn-Buechibärg) auf Anfrage. «Die normale Strecke mit dem Anstieg zwischen Wengi und Schnottwil ist zu gefährlich, wenn sie nicht gesperrt ist.» Das sei denn auch der grosse Unterschied in diesem Jahr, die Strecke werde nicht wie gewohnt abgesperrt.

Die Strecke sei, so ist es auf der Homepage im Streckenbeschrieb nachzulesen nicht für Inlineskates geeignet. Weil die Strecke teilweise auf Ortsverbindungsstrassen ohne spezielle Veloinfrastruktur durchführt ist sie zudem auch für kleine Kinder und ungeübte Velofahrende nicht zu empfehlen.

«Wir sind trotzdem froh, dass der slowUp wenigstens so stattfindet und der Anlass damit nicht ganz vergessen geht»,

meint Stähli.

Kompromiss für alle

Die jetzt gewählte Form der Durchführung sei das Ergebnis der Diskussionen der nationalen Organisation mit den Organisatoren der einzelnen Anlässe. Für die vielen Helfer sei es zudem ein Zeichen, dass man mit dem slowUp weiterfahren will. «Ich persönlich hatte noch nie so viel Arbeit in meinem Amt als Präsident, wie dieses Jahr», meint er weiter. «Wir hoffen nun auf das nächste Jahr.»

Wettbewerb mit diversen Preisen

Wer möchte, kann sich offiziell registrieren und sechs Checkpoints abfahren. Diese werden von den Organisatoren im Bucheggberg aufgestellt und auch gewartet. Wer das macht, nimmt automatisch an einer Verlosung teil. Verlost werden Mountainbikes, Geschenkkarten und Wertgutscheine, Ausflüge oder ein slowUp-Weekend mit Übernachtung.

Auch ohne Wettbewerb lohnt sich die Velotour durch den Bucheggberg - eine der letzten naturnahen Kulturlandschaften im Schweizer Mittelland, wie slowUp Schweiz schreibt. Übrigens: Der 10. SlowUp Solothurn-Buechibärg ist auf den 29. Mai 2022 terminiert.

Infos zum slowUp Bucheggberg hier.

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