Er liebt Vogelfedern, vor allem diejenigen von seltenen Raubvögeln. Der 40-jährige Bauverwalter aus Lostorf im Bezirk Gösgen hat bei sich zu Hause extra ein Zimmer eingerichtet, in dem er die Sätze, bestehend aus einem Flügel und einer Seite des Schwanzes, aufbewahrt.

Seit November sind die knapp 100 Sätze aber nicht mehr da. Die Polizei hat sie bei einer Hausdurchsuchung beschlagnahmt. Wie «Blick» schreibt, soll der Mann die seltenen Federn in Museen in Basel, Berlin, Wien, Stuttgart und Frankfurt gestohlen haben. Er gab sich als Wissenschaftler aus und kam so an die Exponate heran. «Hatte er erst einmal Zugang, riss er den Exponaten Flügel und Schwänze ab und schmuggelte sie raus», so Professorin Johanna Eder, Direktorin des Naturkundemuseums Stuttgart. Dabei habe er seine Rolle als Wissenschaftler sehr überzeugend gespielt.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Wie der St. Galler Tierpräparator Erich Widmer sagt, habe sich der Gösger vom Sammler zum Süchtigen entwickelt. «Sein Ziel war es, eine Sammlung aller Raubvögel - lebend und ausgestorben - zu besitzen.»

Der 40-Jährige beteuert, nicht aus Habgier gehandelt zu haben. Er habe die Federn nicht verkauft.

Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ermittelt wegen Sachbeschädigung und Diebstahl. (ldu)