Beim Oltner 2-Stunden-Lauf vom Samstag, 14. September, legen die Teilnehmer für einen guten Zweck möglichst viele Runden zurück. Die Strecke führt diesmal in einem 1,7 Kilometer langen Rundkurs von der Kirchgasse wieder über die Alte Holzbrücke, der Aare entlang zur Schützi und in die Innenstadt zum Start- und Zielgelände zurück. Für die Verpflegung auf der Strecke mit Bananen, Äpfeln und Getränken ist durch die Guggemusig Müüs gesorgt. Die diversen Musikgruppen unterwegs motivieren und spornen auch dieses Jahr mit ihren Rhythmen die Läuferinnen und Läufer an. Ab 13 Uhr ist auf der Kirchgasse für gute Stimmung gesorgt. Auch das kostenlose Rösslikarussell wird den gesamten Nachmittag für die Kinder auf der Kirchgasse zur Verfügung stehen. Dieses Jahr sorgen erneut die vielen Freiwilligen unter dem Patronat vom Kiwanis Club Olten für die Organisation. Ehrenstarterin ist die Oltner Läuferin Arlette Maurer.

Beim diesjährigen 2-Stunden-Lauf werden wiederum zwei Projekte unterstützt. Beim regionalen Projekt geht es um Fokus-plus, die Fachstelle Sehbehinderung in Olten. Diese begleitet sehbehinderte und blinde Menschen in jedem Alter. Ein Team von erfahrenen Fachpersonen unterstützt und bietet Hilfe, um den Alltag zu gestalten, Perspektiven aufzuzeigen und individuelle Lösungen zu finden. Im Vordergrund stehen die bestmögliche Selbstständigkeit, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und bei jüngeren Personen die Partizipation in der Arbeitswelt. Für die Erfüllung der vielfältigen Bedürfnisse stehen diverse Dienstleistungen zur Verfügung. Einer ebenfalls grossen Nachfrage entsprechen die monatlichen, von einer Fachperson begleiteten Treffen in den acht regionalen Kontaktgruppen sowie das Kurs- und Veranstaltungsprogramm. Mit dem Erlös aus dem 2-Stunden-Lauf wird das vielfältige Kurs- und Freizeitangebot von Fokus-plus mitfinanziert, welches sehbehinderte und blinde Menschen in ihrer Teilhabe am sozialen Leben unterstützt wie zum Beispiel einen Aufbaukurs zur Bedienung neuer Technologien wie Smartphone und Tablet. All diese Leistungen der Fachstelle tragen dazu bei, dass die Lebensqualität sehbehinderter und blinder Menschen im Kanton verbessert werden kann.

Beim zweiten internationalen Projekt wird ein Bildungsprogramm für junge Frauen und Mädchen in Haiti unterstützt. Haiti gehört zu den ärmsten Ländern weltweit. Die Armut bestimmt den Alltag. Die Bevölkerung von Haiti ist jung, jedoch geprägt von einer schlechten Bildung, fehlender medizinischer Grundversorgung, Gewalt und Korruption. Über die Hälfte der unter 18-Jährigen wurde Opfer von physischer Gewalt. Viele der jungen Mädchen und Frauen glauben, das sei normal. Junge engagierte berufstätige Frauen von der Organisation Young Women’s Christian Association (YWCA) haben 2008 in der Hauptstadt Port-au-Prince ein Zentrum für die Mädchen aus den Slums aufgebaut. Dies ist ein Ort, der Schutz gibt, und stellt täglich das Elementarste zur Verfügung: eine Mahlzeit, eine Waschgelegenheit, Ratschläge fürs tägliche Leben, soziale Kontakte und eine normale, dem Alter entsprechende Freizeitgestaltung. Darüber hinaus will YWCA Haiti das Selbstvertrauen und die Autonomie der Frauen und Mädchen fördern, damit sie ihr Leben und ihre wirtschaftliche Perspektive verbessern können. Diese Ziele wollen sie durch positive Frauenbilder sowie durch Bildung zu Gesundheit, Sexualität und Rechten erreichen. Regelmässig kommen 40 bis 60 Jugendliche pro Tag ins Zentrum. 400 Frauen und Mädchen im Alter zwischen 8 und 30 Jahren profitieren jährlich von diesem Programm. Die Schweizer Entwicklungsorganisation Horyzon mit Sitz in Olten unterstützt dieses Projekt seit längerem. (mgt)