Olten
Oratotienchor gibt Bach und Dvorak in der Friedenskirche

Am kommenden Sonntag, 17. Juni, lädt der Oratorienchor Olten um 18 Uhr zum Sommernachtskonzert ein.

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In der Friedenskirche tritt der Oratorienchor auf. Auf dem Bild der Chor beim Auftritt des letzten Jahres.

In der Friedenskirche tritt der Oratorienchor auf. Auf dem Bild der Chor beim Auftritt des letzten Jahres.

zvg

Dieser traditionsreiche Anlass vereinigt diesmal Barock und Hochromantik. Auf das Publikum wartet eine der bekanntesten Bachkantaten, die Nummer 147, «Herz und Mund und Tat und Leben» – und es bekommt Gelegenheit, eines der wenigen grossen geistlichen Chor- und Orchesterwerke von Antonín Dvorák zu entdecken, nämlich die 1887 entstandene D-Dur Messe.

Seit letztem Spätsommer üben die fast 90 Mitsingenden des Oratorienchors Olten und der befreundeten Cantica Nova aus Worb BE mit wachsender Begeisterung dieses kontrastreiche Programm. Die Bach-Kantate mit dem immer wieder gern gehörten Schlusschoral «Jesu bleibet meine Freude» haben die meisten Sängerinnen und Sänger schon irgendwo gehört oder sogar selber gesungen, die Messe des grossen Tschechen Dvorák ist jedoch Neuland für viele – umso grösser ist jetzt der Enthusiasmus, unter der motivierenden Stabführung von Christoph Moser in die besonderen Klangwelten dieses Werkes einzutauchen.

Sommernachtskonzert

Friedenskirche Olten Sonntag, 17. Juni,
18 Uhr; Abendkasse ab 16.30 Uhr; nummerierte Plätze: Fr. 55.- / 65.-; unnummerierte Plätze: Fr. 40.-; Infos/Tickets: unter www.oratorienchorolten.ch

Der Vollblutmusiker und Flötenlehrer an der Oltner Musikschule versteht es seit nunmehr 16 Jahren ausgezeichnet, aus seinen beiden Chören eine Einheit zu schmieden und die Freude an diesen Werken aus zwei völlig verschiedenen Stilepochen weiterzugeben.

Der Oltner Oratorienchor darf auf ein über 200-jähriges Bestehen zurückblicken, ist also einer der ältesten Chöre der Schweiz. Schon unter seinem alten Namen, als Gesangverein Olten, hat er die Tradition gepflegt, jeden Juni ein stimmungsvolles Sommerkonzert zu organisieren. «Kultur und Begegnung» lautet die Maxime. Entsprechend folgt auf das Konzert seit je ein reichhaltiges Apéro auf dem Vorplatz vor der Friedenskirche. Ebenfalls seit etlichen Jahren mit dabei ist das verstärkte Huttwiler Kammerorchester, welches neu von Andreas Kunz geleitet wird.

Letztes Jahr hat der Geigenlehrer an der Kanti Solothurn die künstlerische Leitung des Orchesters von seinem Vater Martin Kunz übernommen. Letztgenannter spielt aber immer noch freudig und engagiert mit. Auch unter den vier Gesangssolisten gibt es Leute mit regionalem Bezug, insbesondere der Solothurner Patrick Oetterli, der mit seinem volltönenden und ausdrucksvollen Bass den hiesigen Musikfreunden nicht näher vorgestellt werden muss.

Auch schon etliche Male mit dabei waren die Sopranistin Beatrice Ruchti und die Altistin Judith Lüpold. Die beiden verfügen über ein breites Repertoire und über eine starke Ausstrahlung – von den wunderschönen Stimmen gar nicht zu reden. Von weiter weg kommt der Tenor James Elliott. Der in London geborene Künstler kann auf langjährige Engagements in Zürich und Bern zurückblicken, ist aber auf vielen Bühnen quer durch Europa immer wieder zu hören. Nun ist er zum zweiten Mal mit dabei in Olten. Man darf sich auf den Auftritt der vier vielseitigen Künstlerinnen und Künstler freuen. (mis)