Schriftsteller
Roland Mäder aus Wolfwil gibt bereits sein drittes Buch heraus

Das Buch trägt den Titel «Bömbögn» und führt den Leser in die Abgründe der Bergwelt. Dabei liess sich der Autor vom Schweizerischen Alpenklub (SAC) inspirieren.

Erwin von Arb
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Roland Mäder und sein soeben erschienenes Werk

Roland Mäder und sein soeben erschienenes Werk

Erwin von Arb

Roland Mäder ist unermüdlich: Nach seinem 2009 im Eigenverlag veröffentlichten Erstlingswerk «Die Sehnsucht nach Glück und Liebe» folgte 2012 mit «Die Tänzerin und der Mann, der sie wirklich liebte» ein Roman, welcher in der Welt der käuflichen Liebe eintaucht. Dieser Tage präsentierte Mäder mit «Bombögn und die Himmelsleiter» sein drittes Buch. Darin Werk begibt sich der 50-jährige Lagerist in die Bergwelt, wo längst nicht alles so friedlich abläuft, wie es den Eindruck erweckt.

Pizzo Bombögn ist ein Berg im Tessin, den der im Bergdorf Campo aufgewachsene Emilio mit seinem Vater in jungen Jahren immer wieder aufsucht. Emilios Vater ist gottesfürchtiger Kirchensigrist, reagiert in der Familie aber wie ein Tyrann, wenn jemand nicht nach seiner Pfeife tanzt. In seinem Leben dreht sich alles um Gott und die Sünden, die es zu vertreiben gilt. Emilio und seine Schwester leiden stark unter den Gewaltausbrüchen des Vaters, erleben aber doch eine schöne Jugendzeit.

Nur bedingt ein Happy End

Im Alter von 14 Jahren endet das Leben von Emilio im Bergdorf Campo abrupt. Er wird vom Vater in ein Kloster gesteckt. Weshalb, findet er erst 16 Jahre später heraus. Allerdings ist die Wahrheit bitter, für Emilio kaum zu ertragen. Er fragt sich, weshalb die Wahrheit manchmal mehr schmerzt als eine Lüge. In den Roman verpackt hat Roland Mäder auch eine Liebesgeschichte, die nur bedingt ein Happy End hat. Mehr aus dem 168 Seiten umfassenden Buch will der Autor nicht verraten.

Im Gegensatz zu seinen bisher erschienenen Werken ist der Inhalt dieses Romans frei erfunden und es gibt auch keine Parallelen zu Mäders eigener Persönlichkeit. Was es wirklich gibt, sind die im Buch beschriebenen Orte, den Berg Bombögn und die Treppe, die zum Gipfel führt oder das kleine Bergdorf samt den erwähnten Gebäuden.

Derzeit laufe es ihm rund mit der Schreiberei, meint Mäder. Für sein jüngstes Werk hat er sich vom Schweizerischen Alpenklub (SAC) animieren lassen. Der SAC hat zu seinem 150-Jahr-Jubiläum einen Kulturpreis ausgeschrieben, an welchem sich Künstler unterschiedlichster Richtung beteiligen können. Bedingung ist lediglich, dass sich der Künstler oder Autor mit der Bergwelt auseinandersetzt.

Anderes Buch zurückgestellt

Mäder ist dies nicht schwergefallen, wie er versichert, schliesslich sei er ein naturverbundener Mensch, der viel Zeit in den Bergen verbringe. Für das neue Buch hat er sogar einen weiteren, praktisch fertigen Roman zurückgestellt. Geschrieben hat er diesen in den Thailandferien. Derzeit ist das Buch in der Korrektur.

Und Mäder gibt weiter Gas. Auch sein mittlerweile fünftes Buch steht vor der Vollendung. Verkauft hat er bislang rund 700 Bücher, sein erster Roman mit 450 Exemplaren verkaufte sich am besten. Mäder hofft, dass es in nächster Zukunft noch mehr werden. An Ideen mangle es ihm nicht: «Ich muss einfach schreiben und möchte meine Leidenschaft gerne mit meinen Leserinnen und Lesern teilen, das ist mein Antrieb.»

Roland Mäder Seine Bücher sind zu haben im Handel, bei ihm unter Telefon
079 888 81 83 oder via E-Mail
roland.maeder@windowslive.com.