Solothurner Fasnacht

Der Putzteufel-Böögg brannte ganze 11 Minuten

Soll der Teufel dorthin verschwinden, wo er hergekommen ist – tat er auch, am Mittwoch an der Fasnacht. Bevor er jedoch in sein feurig-höllisches Zuhause zurückkehrte, schmorte er ganze 11 Minuten vor sich hin. Ein richtiger Solothurner eben.

Erdacht wurde der Böögg von Architekt Bruno Walter, statisch korrekt und - wie ein Honolulu-Bööggier meinte - «fasch z'schaad zum Anzündte». Rund 500 Kilo brachte der neun Meter hohe Luzifer auf die Waage. 300 Mannstunden wurden dem Bööggier-Team für das Kunstwerk abverlangt. «Neu ist der Böögg zum grossen Teil aus Pappmaché statt Stoff, was beim Bauen Mehraufwand bereitete», sagt Rolf Grau, Anzünder der Bööggiers.

Stolz ist er aber auch auf die Besonderheiten, die im und hinter dem Böögg stecken. «Uns ist auch ein umweltbewusster Bau wichtig, so haben wir Naturprodukte verwendet», so Grau. Andererseits gehört auch eine ordentliche Portion «special effects» auf dem Marktplatz dazu. Sechs Donnerschläge, weitere Zuckerstöcke und Sonnen, funkenschlagende Hörner und ein rauchender Bauchnabel sorgten für ein audiovisuelles Bööggenrequiem. (szr)

Meistgesehen

Artboard 1