Sie bilden wahrscheinlich die kleinste «Zunft» von Honolulu, tragen keinen offiziellen Namen und treiben nur an einem Abend – dem Schmutzigen Donnerstag – ihr närrisches Unwesen. «An diesem Abend ist meistens wenig los in den Gassen», erklärt Beat Zürcher, der Teil der Vierergruppe ist und den man auch als Stadtpolizisten kennt. In der Vergangenheit hat das Quartett oft durch originelle Kostümierung Beachtung bekommen. Unter anderem soll es auch schon als Tisch verkleidet gewesen sein: Jedes Gspänli mimte ein Tischbein, und auf dem Kopf lag die Tischplatte.

Ein Dankeschön an den «Cheschtelemuni»

In diesem Jahr wollte die Gruppe ihre bekannte Originalität mit Dankbarkeit verbinden. So überraschten sie die langjährigen «Cheschtelemuni»-Betreiber Marzio und Yvonne Strazzini mit einem Präsent und einer närrischen Ehrerbietung. Für die Marroni-Originale Solothurns ist dies nämlich die letzte Saison, bevor sie dann im kommenden Herbst einen Nachfolger einarbeiten werden.

Teilweise selbst als «Cheschtelemunis» verkleidet, statteten die vier Narren Strazzinis einen Besuch ab – und hatten ein selbstgebasteltes «Marronihüsli» dabei. «Die beiden waren wortwörtlich aus dem Häusschen», findet Zürcher. Und zwar so sehr, dass sie das närrische Präsent als Erinnerung gar behalten wollen...