Solothurn

«Eleven»-Betreiber kehrt HESO-Partyzelt den Rücken - «Schützenhouse» kommt

Für die Party-Rendite sind Sitzplätze eher von Nachteil, meint Markus Moerler.

Für die Party-Rendite sind Sitzplätze eher von Nachteil, meint Markus Moerler.

Nun wirft auch «Eleven»-Betreiber Markus Moerler das Handtuch. Das Festzelt, das von ihm im HESO-Schanzengraben betrieben wurde, hat zu wenig rentiert. Eine Nachfolge ist bereits gefunden: Das «Schützenhouse» aus Wangen an der Aare kommt.

Nur zwei Jahre nach dem Abgang des langjährigen «Schanzengraben-Motors» Urs Bucher hats nun auch «Eleven»-Betreiber Markus Moerler gesehen. «Es hat einfach nicht rentiert. Wir haben zwar gewisse Fehler der Erstauflage vor einem Jahr korrigiert, aber wesentlich besser sind die Zahlen nicht geworden», muss der Eventveranstalter einräumen.

Angesichts von 40'000 Franken «Zeltkosten» – wie er die Summe umschreibt – und des anfallenden Personalaufwands sei es einfach nicht möglich gewesen, unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen einen Gewinn zu erwirtschaften.

Insbesondere kritisiert Moerler, dass er von den 400 Quadratmeter Fläche in seinem Partyzelt «Zur Schanz» 200 mit Sitzplätzen habe bestücken müssen. «Die waren pro Tag vielleicht zwei Stunden besetzt, denn die Leute verpflegen sich oben schon während der HESO», so Moerler, der aktuell vor allem damit beschäftigt ist, eine Ersatzlösung für seinen im Juni zu schliessenden Club Eleven zu finden.

Das Oktoberfest im Herbst will er allerdings wieder durchführen – «es ist ein schöner Anlass und rentiert auch.» Und für seinen Nachfolger im Schanzengraben hofft er nur, dass «er die gleichen Rahmenbedingungen wie ich hat.»

Das «Schützenhouse» tritt an

Der neue HESO-OK-Präsident Urs Unterlerchner relativiert, dass man mit Moerler lange nach einer Verbesserung der Situation gesucht hatte, bevor dessen Absage eingetroffen war.

Nach Gesprächen mit mehreren interessierten, auch ausserregionalen Veranstaltern sei man mit dem «Schützenhouse» in Wangen an der Aare handelseinig geworden. «Die Rahmenbedingungen bleiben die gleichen. Wir wollen kein reines Disco-Zelt dort unten», verweist Unterlerchner auf Änderungen in der Strategie, die in den letzten zehn Jahren aufgrund der früheren Nebengeräusche um den HESO-Partybetrieb durchgesetzt worden sind.

Auch präzisiert Unterlerchner, dass alle Betreiber von Angeboten im Schanzengraben «die gleichen Quadratmeterpreise» und Rahmenbedingungen hätten. «Wir vermieten nur die reine Fläche. Was der Veranstalter dann auf ihr aufstellt und dafür bezahlt, ist seine Sache», meint der OK-Präsident zu Moerlers Kostenkritik – der Quadratmeterpreis für die Gesamtfläche liege damit «deutlich» unter den erwähnten 40 000 Franken.

Nicht mit den Problemen des bisherigen Schanzengraben-Mieters befasst hat sich die Regast AG mit VR-Präsident Markus Tandura, die das Schützenhouse betreibt. Dessen Geschäftsführer Nils Kurth hat seine eigenen Ideen, was den HESO-Betrieb im Schanzengraben anbelangt. «Unser Konzept sieht Workshops für Kinder und Jugendliche an den Nachmittagen vor.»

Das Zelt sei während der gesamten Messe-Öffnungszeiten «für Frau und Mann jeglichen Alters» geöffnet. Auch werde immer warme Küche angeboten, versichert der Geschäftsführer. Zur musikalischen Unterhaltung meint Kurth lediglich, «Die spielt natürlich eine zentrale Rolle». Doch sei das Detailprogramm erst nach Ostern bekannt, und dann werde das Schützenhouse dieses auch kommunizieren.

«Öufi» vor der Reithalle

Freuen dürfen sich jedoch die Freunde der einheimischen Braukunst über eine weitere HESO-Neuerung. OK-Präsident Urs Unterlerchner bestätigt, dass künftig die HESO-Bierbar neben dem Reithalleneingang durch die Solothurner «Öufi»-Brauerei von Alex Künzle betrieben wird. Zuvor hatte dort jahrzehntelang der vor einem Jahr verstorbene «Fuchsenhöhle»-Wirt Ruedi Spillmann Basler Bier gezapft.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1