Solothurner Filmtage

«Ich möchte die Filmtage-Gäste in die Gassen der Stadt locken»: Spielstätten-Rundgang mit Anita Hugi

Anita Hugi begutachtet auf einem Rundgang die «Nicht-Kino-Spielstätten» der kommenden 55. Solothurner Filmtage.

Am Montag Nachmittag kam es bereits zu einer ersten Premiere an den Solothurner Filmtagen. Anita Hugi, die neue Filmtage-Direktorin begab sich auf einen Rundgang, bei dem sie zusammen mit der Leiterin der Geschäftsstelle Veronika Roos die sogenannten Nicht-Kino-Spielstätten der Filmtage «abnahm». Diese «Abnahme» gehört zu den Traditionen der Filmtage, erklärte im Vorfeld Pressefrau Ursula Pfander. Es gehe einerseits darum, letzte Korrekturen anzubringen und Informationen abzuholen; gleichzeitig sich auch bei den vielen Mitarbeitern für die bisher geleistete Arbeit zu bedanken. «Zu den Nicht-Kino-Spielstätten gehören in diesem Jahr die Reithalle, das Landhaus und neu das Künstlerhaus S11 sowie der Konzertsaal. Dieser kann aber erst nach der Eröffnungsparty am frühen Donnerstagmorgen kinogerecht eingerichtet werden, hiess es.

Neue Lounge und neue Techniken im Künstlerhaus S11

Im Künstlerhaus S11 an der Schmiedegasse 11 wird zum ersten Mal das sogenannte «Future Lab» eingerichtet. Dieses beinhaltet einerseits die Ausstellung «Kids» in der obersten Etage zu sehen, welche zum gleichnamigen Kurzfilm von Michael Frei und Mario von Rickenbacher, der im Kurzfilmprogramm läuft, gehört. Dann sind die fünf 360 Grad 3-D-Aufnahmen «Nachtspiel», «Light Perception», «Neo-Incas», «Quantum» und «Supercity» von verschiedenen Filmemachern auf einer weiteren Etage zu sehen. Zu deren Visionierung wird man mit 3-D-Brillen ausgestattet.

Im Parterre und im ersten Stock wird neu die sogenannte Future Lounge eingerichtet sein; ein neuer Treffpunkt an den Filmtagen ohne Konsumationszwang. Anita Hugi und Veronika Roos begutachten die Räume und diskutieren insbesondere nochmals die Möblierung, in der Hoffnung, dass diese Lounge besonders gerne von den Filmtage-Besuchern frequentiert wird. «Ich möchte die Filmtage-Gäste mit dieser Örtlichkeit auch vermehrt in die Gassen der Stadt locken», sagt Hugi.

Riddle: Karte der Spielstellen der Solothurner Filmtage

Die neuralgischen Punkte der Reithalle

Weiter geht die Tour in Richtung «Reithalle» durch die Stadt. Dort erwarten die beiden Bauverantwortlichen Rico Buxtorf und Urs Alber die neue Direktorin. Mit von der Partie ist auch noch ein Kamerateam der SRF-Tagesschau. Auch sie wollen die neue Direktorin bei einer ihrer ersten Handlungen sehen und interviewen.

Hugi wird von den beiden Bauverantwortlichen durch alle neuralgischen Punkte der Reithalle geführt: Tribünenplätze, Rednerpult, Foyer, Garderoben, WCs, Sicherheitsdurchgänge, Abspielraum. Alles scheint in bester Ordnung zu sein, auch wenn hie und da noch einiges an Arbeit geleistet werden muss. Seit gut zehn Tagen seien seine Leute an der Arbeit, sagt Buxtorf. Er ist zufrieden. «Der Countdown läuft». Da bemerkt Anita Hugi doch etwas Unstimmiges: «Diese Filmplakate gehören nicht zu uns. Sie stammen aus Cannes». Tatsächlich scheint dem Plakatierungsteam ein Fehler unterlaufen zu sein, denn auch im Landhaus hängen Filmplakate, eines französischen Filmes aus dem Cannes-Programm.

Das sieht Anita Hugi sofort, als die Truppe dort Halt macht. Auch hier sind noch ein paar letzte Arbeiten zu erledigen. Die Leiterin des Kaffeeteam hat ein paar Fragen; die Frauen werden sich schnell einig.

Im Landhaus diskutieren, feiern und Filme sehen

«Wichtig ist mir, dass das Landhaus als Diskussionsort weiterhin belebt ist», sagt Hugi und steigt die Treppe in den 1. Stock hoch. Hier geht es nochmals um die Plakatierung. Diesmal sind aber die ehemaligen Filmtage-Plakate, die dort jeweils chronologisch aufgehängt werden das Thema. «Leider können wir nicht mehr alle Plakate der vergangenen 54 Filmtage-Jahre hängen», erklärt Alber. Einerseits seien es zu viele und andererseits habe man neue Vorhänge montiert, die den Platz an den Wänden beanspruchen. Nun seien noch die Besten, und jene, die farblich zueinander passen zu sehen, erklärt er.
Anita Hugi akzeptiert das und freut sich über ein neues Rednerpult, welches speziell für die «Nacht der Nominationen» am Donnerstag, 23. Januar bereit gemacht wurde.

«So langsam gilt es ernst», meint sie zum Schluss und erzählt, dass sie am Abend nochmals an ihrer Eröffnungsrede feilen will.

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