Stadt Solothurn
Mit Bischof, von Sury und Walter will CVP den zweiten Sitz halten

Knapp 30 Personen besuchten die Nominationsversammlung der CVP Stadt Solothurn für die National- und Ständeratswahlen. Einstimmig nominiert wurden Pirmin Bischof, Susan von Sury und Pascal Walter.

Katharina Arni-Howald
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Pirmin Bischof wurde für die Ständeratswahlen nominiert, Susan von Sury und Pascal Walter für die Nationalratswahlen. zvg

Pirmin Bischof wurde für die Ständeratswahlen nominiert, Susan von Sury und Pascal Walter für die Nationalratswahlen. zvg

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Co-Präsident Gaudenz Oetterli hielt gleich zu Beginn fest, dass es nicht leicht sein werde, den 2011 dank Listenverbindungen und Restmandaten gewonnenen zweiten Sitz zu halten. «Trotz schwierigen Umständen dürfen wir aber nichts unversucht lassen», forderte er die Parteimitglieder auf, aktiv zu werden. «Es gibt noch viele CVP-Wähler, die den Weg an die Urne nicht finden», so Oetterli.

Tatsache sei, dass die Stadtpartei mit der gestandenen Gemeinde- und Kantonsrätin Susan von Sury und dem jungen, aufstrebenden Politiker Pascal Walter zwei starke Kandidaten ins Rennen schicke. Als Vorteil erachtete er zudem, dass mit Stefan Müller und Urs Schläfli die beiden Bisherigen wieder antreten werden.

Bereits bekannt sei zudem, dass mit Mathias Meier Moreno auch Grenchen einen Kandidaten stellen werde. Nebst der geschlechtlichen, beruflichen und altersmässigen Ausgewogenheit sei auch die geografische Verteilung enorm wichtig, argumentierte der Co-Präsident. Ein Vorteil sei auch, dass man mit der Familieninitiative in den Wahlkampf steigen könne und mit Ständerat Pirmin Bischof ein wichtiges Zugpferd habe.

Bischof tourt bereits

Dieser nahm den Ball auf und betonte, dass ihm die Arbeit im Ständerat gefalle. «Ich glaube, dass ich in den letzten vier Jahren dem Kanton ein Gesicht geben konnte und möchte dies auch weiterhin tun.» Vergessen dürfe man allerdings nicht, dass bei Wahlen die Karten immer neu gemischt würden. Trotzdem hofft Bischof auf ein gutes Resultat und ist bereits eifrig auf Werbetour unterwegs.

«Die Politik ist zu meinem Hobby geworden», gestand die langjährige Kantons- und Gemeinderätin Susan von Sury. Es sei nun Zeit, einen Schritt weiter zu gehen und alles zu tun, um die beiden bisherigen Sitze im Nationalrat zu verteidigen. Ein hohes Ziel gesteckt hat sich auch der 31-jährige Pascal Walter, Finanzfachmann, Ersatzgemeinderat und Co-Präsident der Stadtpartei. «Es geht mir vor allem darum, die Alterskategorie zwischen 30 und 40 zu vertreten und deren Standpunkte und Ansichten einzubringen.» Es sei keineswegs so, dass sich die Jugend nicht für Politik interessiere, hielt er bei seiner Vorstellung fest.

Wie Oetterli machte auch der CVP-Amteipräsident Paul Dietschy keinen Hehl daraus, dass es schwierig sein wird, die beiden Sitze zu halten. «Nur wenn wir flächendeckend Kandidaten finden, werden wir eine Chance haben», zeigte er sich überzeugt.

In der Diskussion über die Familieninitiative bezog der anwesende Finanzvorsteher Roland Heim wegen eines Interessenskonflikts keine Stellung. Sicher sei jedoch, dass es im Kanton Solothurn nicht leicht fallen werde, auf die Steuereinnahmen zu verzichten, liess Heim durchblicken.