Solothurn
Stefanie Ingold tritt für das links-grüne Lager zu den Stadtpräsidiumswahlen an

Das links-grüne Lager kann sich auf eine Kandidatin für die Solothurner Stadtpräsidiumswahlen einigen. Stefanie Ingold wird antreten. Laura Gantenbein lässt ihr den Vortritt. Sie kandidiert derweil fürs Vizepräsidium.

Fabio Vonarburg
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Stefanie Ingold kandidiert für das Stadtpräsidium

Stefanie Ingold kandidiert für das Stadtpräsidium

Zvg

Kurz vor acht Uhr am Sonntagabend stand es fest. Die Grünen und die SP haben sich auf eine gemeinsame Kandidatin für die anstehenden Stadtpräsidiumswahlen vom 13. Juni geeinigt. «Die Grünen unterstützen die Kandidatur von Stefanie Ingold, SP», heisst es in der Medienmitteilung der Grünen.

Damit liessen die Grünen und die SP ihren Worten Taten folgen: Im Herbst hatten sie angekündigt, dass sie zusammensitzen und auf eine gemeinsame Strategie setzen werden. Abhängig vom Resultat der Gemeinderatswahlen. Die Zeiten, in denen Rot und Grün nicht miteinander arbeiten können, seien vorbei, sagte etwa Matthias Anderegg, Fraktionspräsident der SP im Gemeinderat. Und Laura Gantenbein (Grüne) meinte: «Man muss pragmatisch sein und die Person portieren, die mehr Chancen an der Wahlurne hat.»

Ingold mit bestem Resultat

Das ist nun nicht sie, wie der Wahltag vom Sonntag zeigte. Zwar fuhr auch sie ein gutes Resultat ein, das beste in ihrer Partei, das zweitbeste aller Kandidatinnen und Kandidaten der Gemeinderatswahlen (2271 Stimmen). Doch eben: Das beste Resultat aller Kandidierenden erzielte Stefanie Ingold mit 2691 Stimmen. Und auch auf Parteiebene liegt die SP weiterhin klar vor den Grünen. Die SP holte 24,6 Prozent aller Stimmen, die Grünen 18,1 Prozent.

Doch Gantenbein und ihre Partei haben sich nun ein neues Ziel gesetzt – sie soll Vize-Stadtpräsidentin werden. «Als erfahrene und kompetente Politikerin ist sie für dieses Amt bestens geeignet», schreiben die Grünen in ihrer Mitteilung. Damit macht sie dem bisherigen Vize-Stadtpräsidenten, Pascal Walter, dieses Amt streitig.

Nur einmal auf der Liste

Und Markus Schüpbach? Auch er erzielte innerhalb seiner Partei (FDP) das beste Resultat. Jedoch liegt er mit 1955 Stimmen sowohl hinter Stefanie Ingold wie auch Laura Gantenbein. Auch SP-Gemeinderätin Franziska Roth (2024) erhielt mehr Stimmen als der Kandidat für das Stadtpräsidium.

Charlie Schmid, Präsident der FDP der Stadt Solothurn, ist darüber nicht besorgt. Eine Aussage, die er wie folgt begründet: Im Gegensatz zu Stefanie Ingold und Laura Gantenbein sei Markus Schüpbach nur einmal auf der Kandidatenliste aufgeführt gewesen. Darum seien die Zahlen nicht vergleichbar, so Schmid. Das sei eine bewusste Entscheidung gewesen: «Um den Puls zu spüren.» Sein Fazit: Die Parteibasis stehe hinter ihrem Kandidaten. (fvo)

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