Im Anschlag haben dieses Hightech-Gerät Gendarmen, die sich leicht hinter einem Mauervorsprung verstecken können. Das kann in 30-er-Zonen schnell einmal ins gute Geld gehen.

Das läuft dann folgendermassen ab: Ein Uniformierter stellt sich unvermittelt auf die Fahrbahn, winkt Sie freundlich an den Strassenrand. Eine zweite Polizistin hält grimmig die Stellung auf der Beifahrerseite. Und dann heisst es vom Winkmann: «Guten Tag, Fahrzeug- und Führerausweis bitte.» Es folgt ein prüfender Rundgang um das Auto und dann die schlechte Kunde: «Sie wurden mit 40 km/h gemessen. Erlaubt wären 30, nach Abzug der Sicherheitsmessung bleiben 37 km/h. Das kostet 120 Franken.»

Hoppla, 40 zu schnell. Wir nehmen vertrauensvoll mal an, dass der Kollege an der Laserpistole keinen Fehler gemacht hat.

Kann der Betrag stimmen? In der Tat, der gute Mann liegt richtig. Zur Gedächtnisauffrischung, vom gemessenen Geschwindigkeitswert sind nämlich folgende Werte abzuziehen: bei Radarmessungen 5 km/h bei einem Messwert bis 100 km/h, 6 km/h bei 101-150 km/h und 7 km/h bei einem Messwert ab 151 km/h. Anders sieht es bei Lasermessungen aus. Hier sind die Toleranzen kleiner: 3 km/h bei einem Messwert bis 100 km/h, 4 km/h bei 101-150 km/h, 5 km/h ab 151 km/h. Noch mehr Luft ist drin bei stationären Radarmessungen in Kurven, nämlich 10 km/h bei einem Messwert bis 100 km/h, respektive 14 km/h bei einem Messwert ab 101 km/h.

Wer die Tempolimiten nicht einhält, muss unter dem Strich mit folgenden Kosten rechnen: Bis 5 km/h zu schnell sind es 40 Franken innerorts, 40 ausserorts und 20 auf der Autobahn. Dann geht sprunghaft aufwärts, bezahlt man doch bis 10 km/h Überschreitung bereits 120 innerorts, 100 ausserorts und 60 auf Autobahnen.

Bis 15 km/h zu viel auf dem Tacho lauten die Beträge 250/160 und 120 Franken. Mit andern Worten: Es lohnt sich besonders innerorts, sehr sorgfältig mit dem Gaspedal umzugehen, auch wenn das in 30-er-Zonen nicht immer einfach ist. (szr)