Biberist
Obwohl die Emme freier fliesst, sollte sie nicht mehr über die Ufer treten

Die Arbeiten für die Hochwassersicherung an der Emme in Biberist und Gerlafingen sind praktisch abgeschlossen. Eine Umschau vor Ort zeigt, dass die Emme ein völlig neues Gesicht erhalten hat.

Rahel Meier
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Emmeverbauungen
11 Bilder
Teile des neuen Dammes werden begrünt, andere Teile sind bewusst unbepflanzt geblieben
Treppenaufgang zum Spazierweg auf dem Damm entlang der Emme
Die Hochspannungsleitung blieb stehen und musste ins Projekt miteinbezigen werden
Auch entlang des Ufers wurden überall Orte geschaffen, in denen Kleinlebewesen Unterschlupf finden
Steine wurden mit Absicht hingelegt damit Fische und andere Tiere Schutz finden, wenn die Emme zu stark zieht
Verbauungen in der Emme halten Äste und kleine Stämme zurück
Beim Stahlwerk wurde als letztes noch gebaut
Die neue rund 50 Meter lange so genannte Bockrampe ermöglicht den Fischen die Wanderung emmeaufwärts
Die Kiesbänke in der Emme verändern sich stetig
Der Überlaufkanal bringt von Gerlafingen her nochmals Wasser in die Emme

Emmeverbauungen

Rahel Meier

Am meisten fällt die (noch) kahle linke Emmeseite auf. Auf der Biberister Seite im Schachen wurde das Emmeufer komplett gerodet; der Damm neu aufgebaut und erhöht. Der Weg auf dem Damm ist breiter als früher und wird von Erholungssuchenden, Joggern, Walkinggruppen und Hundebesitzerinnen eifrig genutzt.

Die Emme selbst fliesst in einem breiteren Flussbett. Dies gibt dem Fluss die Möglichkeit, seine Fliessdynamik zu verändern. Vor allem an den Ufern, aber auch an einigen Stellen mitten in der Emme wurden Kleinstrukturen eingebaut. Eingerammten Pfosten halten Äste und kleinere Stämme auf. Grosse Steine und Steingruppen, die im Emmenbett verteilt wurden, schützen die Fische, wenn die Strömung zu stark ist.

Lebensraum für Tiere

Entlang des Ufers sind ebenfalls Stein- und Asthaufen zu finden, die Lebensraum für Amphibien sind. Unterhalb des Pfadiheimes in Biberist verunmöglichte früher ein Wehr den Fischen die Wanderung in den oberen Teil der Emme. Nun wurde eine neue rund 50 Meter lange so genannte Bockrampe eingebaut. Das Gefälle wurde so ausgelegt, dass auch schwimmschwache Fische, wie etwa die Groppe, den Aufsteig bewältigen können.

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