Am Mittwoch hatte ein Jugendlicher an der Schule im Schwarzbubenland Drohungen gegenüber Schülern ausgesprochen, woraufhin die Polizei mit einem Grossaufgebot ausrückte. Kurz nach 15 Uhr konnte der junge Mann angehalten und auf einen Polizeiposten gebracht werden.

«Der Jugendliche befindet sich noch immer in Gewahrsam», sagt Barbara Altermatt, Leitende Jugendanwältin des Kantons Solothurn, auf Anfrage der bz. Man führe gegen den jungen Mann ein Verfahren wegen Drohung und Verstoss gegen das Waffengesetz.

Der mutmassliche Täter sowie mehrere Personen aus dem Umfeld der Schule seien bereits von der Polizei befragt worden oder würden noch einvernommen. Das vordringlichste Ziel sei dabei, herauszufinden, welche Motive den jungen Mann zur Tat veranlassten und was genau vorgestern auf dem Pausenplatz in der 1000-Einwohner-Gemeinde passiert ist.

Homepage deaktiviert

Zu den Waffen, die der Jugendliche bei sich gehabt haben soll, wollte Jugendanwältin Altermatt keine Angaben machen. Sie gehe jedoch davon aus, dass nicht falsch ist, wovon die Augenzeugen berichteten.

Schulleiterin Regula Meschberger wiederholte am Donnerstagmorgen an einer Informationsveranstaltung für die Schüler und Lehrer am Oberstufenzentrum Dorneckberg, wie ihr die Tat geschildert wurde. «Mehrere Schülerinnen und Schüler erzählten mir, dass sie vom Jugendlichen mit einer Waffe bedroht worden seien. Als diese auf den Boden fiel, habe er ein Messer gezückt.»

Auf Anraten der Solothurner Kantonspolizei habe man sich entschieden, die Homepage des Oberstufenzentrums Dorneckberg vorübergehend zu deaktivieren, sagt Schulleiterin Meschberger. Zudem habe man die Schüler angewiesen, in den sozialen Medien keine Gerüchte zu streuen.