Der Besuch der Delegation aus Uruguay in der Schweiz war in erster Linie ein Arbeitsbesuch. Aber auch das Gesellige kam dabei nicht zu kurz. In Solothurn durften natürlich eine Fahrt auf den Weissenstein und eine Stadtführung nicht fehlen.

Speziell überrascht wurden die Uruguayer mit einem Apéro auf dem Hornusserplatz in Zuchwil. Organisiert wurde dies von Fritz Jörg, dem Wirt des Restaurant Enge, in dem die Delegation für zwei Nächte abgestiegen war. Einige Hornusser waren vor Ort und zeigten vor, wie der Nouss geschlagen werden muss. Botschafter Hans-Ruedi Bortis zeigte sich dabei als Naturtalent. Aber auch Maria de Lima und Pablo Manitto trafen das kleine Gummiding mehrmals.

Kulinarisch wurden die Gäste mit vielen Spezialitäten verwöhnt. Das Abschlussessen bestand beispielsweise aus Suure Mocke und Kartoffelstock. Dann gab es auch einen Wurst-Käse-Salat, Kartoffelsalat mit heisser Hamme, Solothurner Geschnetzeltes oder Solothurner Torte. Bei Speis und Trank ergaben sich zudem viele Gespräche. So gesellte sich Ständerat Roberto Zanetti am Abschlussabend in die Runde.

Am ersten Besuchstag wurde die Delegation zum Apéro auf den Landiturm geführt, von wo aus eine tolle Sicht auf das ganze Wasseramt zu geniessen war. Am Nachmittag ging es dann mit Ross und Wagen durch Subingen. Gemeinderat Urs Ledermann spielte dazu auf der Handorgel. Auch die Musikgesellschaft Subingen durfte nicht fehlen. Sie brachte ein «Ständeli» im Forsthaus der Bürgergemeinde.



Die Delegation aus Uruguay hält sich insgesamt zwei Wochen in der Schweiz auf. Dabei wurde auch die Partnergemeinde Quinto besucht. Der Kanton Tessin und der Kanton Freiburg engagieren sich in Uruguay und waren an der 150-Jahr-Feier in Nueva Helvecia präsent. Botschafter Hans-Ruedi Bortis freute sich, den Gästen Zermatt und den Gornergrat zu zeigen. In Freiburg wurden eine Schokoladenfabrik und eine Käserei besucht. Auch ein Besuch im Bundeshaus steht auf dem Programm. Am Abstimmungssonntag wird den Uruguayern ein Abstimmungslokal gezeigt.

Ein grosses Aha-Erlebnis gab es beim Empfang der Solothurner Regierung. Landammann Peter Gomm kennt nämlich Nueva Helvecia. «Der Cousin meiner Frau kocht im Hotel Suizo», erklärte er. Lachen und Staunen. Genau dort hatte die Subinger Delegation letzten April gewohnt und sich von Rolf Räber gerne verwöhnen lassen. Botschafter Hans-Ruedi Bortis knüpfte sofort daran an und forderte Gomm auf, schon nächstes Jahr gemeinsam mit einer Schweizer Delegation nach Uruguay zu reisen.

Morgen Montag reist die Delegation zurück in ihre Heimat. Mit vielen Eindrücken im Kopf. Nach dem Besuch letzten April in Nueva Helvecia war dieses Mal das gemeinsame Gespräch schon etwas einfacher, obwohl die Sprachbarrieren nach wie vor hoch sind. Gespannt warten die Subinger Behörden nun darauf, dass sie schon bald eine Gastfamilie organisieren dürfen.

Im letzten April reiste eine Delegation aus Subingen nach Uruguay, um in Nueva Helvecia den 150. Geburtstag der Stadt zu feiern. Sie wurde 1862 von Schweizern gegründet. Kurz nach der Gründung kam auch der Subinger Bürger Urs Josef Ingold mit seiner Familie und letztlich 18 Kindern in die Stadt, die damals noch Colonia Suiza hiess.