Basketball
Aaraus Basketballer lieferten tapfere Gegenwehr

Die Männer des BC Alte Kanti Aarau schieden im Viertelfinal des Schweizer Cups gegen die Lions de Genève zwar mit 77:107 aus, sie fielen aber gegen den übermächtigen Gegner aus der Nationalliga A nicht ab und verkauften ihre Haut teuer.

Hans Peter Schläfli
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Der Aarauer James Satint-Robert wird vom Genfer Topskorer Juwann James bedrängt.
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Der Aarauer Zoran Zivanovic im Zweikampf mit dem Genfer TopskorerJuwann James.
Alte Kanti Aarau im Cup-Hit gegen Genf
Der Aarauer James Satint-Robert setzte sich gegen den Genfer David Ramseier durch.

Der Aarauer James Satint-Robert wird vom Genfer Topskorer Juwann James bedrängt.

Hans Peter Schläfli

Nachdem am Freitagabend die Frauen den Einzug ins Halbfinale des Schweizer Cups mit einem Sieg gegen die Luzern Highflyers geschafft hatten, wollten die Männer des BC Alte Kanti Aarau gestern Samstag nachziehen. Nur war der Gegner der Männer im Telli mit den Lions de Genève zumindest auf dem Papier übermächtig.

Die Genfer gelten als der Krösus im Schweizer Basketball. «Aber im Cup ist alles möglich. Wenn wir unser bestes Spiel zeigen und der Gegner einen schlechten Tag einzieht, können wir gewinnen», analysierte der Aarauer Philippe Sager die Ausgangslage. «Schliesslich haben wir mit Boncourt ja bereits ein Team aus der NLA ausgeschaltet.»

Sager der beste Aarauer

Doch dann liess der Titelverteidiger des Schweizer Cups nichts anbrennen. Die Lions nahmen den unterklassigen Gegner ernst, traten konzentriert auf und warfen immer etwa doppelt so viele Punkte wie die Aarauer. Nach dem ersten Viertel hiess es 14:27. «Wir hätten noch etwas aggressiver verteidigen sollen. Das gilt auch für mich», sagte am Ende Sager selbstkritisch, obwohl ihn Coach Milenko Tomic gerade als den besten Aarauer des Abends bezeichnet hatte.

Immerhin konnte Aarau kurz vor der Halbzeitpause in einer guten Phase das Skore etwas verkürzen, aber Spannung oder gar Zweifel am Sieger dieser Partie kamen nie auf. «In der Pause haben wir uns motiviert. Wir sind Aarauer und wir geben nicht auf», beschrieb Sager den Ruck, der durch das Team ging und den auch die etwa 150 begeisterten Zuschauer in der zweiten Hälfte spürten. Im letzten Viertel gelang es sogar, die Differenz von phasenweise etwas über 40 Punkten um gute 10 auf 30 Punkte zu verkleinern.

Wir wollten nicht untergehen

Die Niederlage fiel mit 77:107 durchaus ehrenvoll aus. «Wir wollten nicht untergehen. Der Coach hat an unsere Ehre und unseren Stolz appelliert», erklärte Sager, warum sein Team gegen Schluss sogar noch stärker wurde. Nun kann sich der BC Alte Kanti Aarau auf die Meisterschaft konzentrieren.

«Es ist noch alles möglich, in den letzten Jahren wurde es in den Aufstiegsspielen immer enger. Die besten sechs Mannschaften der NLB spielen sehr ausgeglichen», meint das 21-jährige Eigengewächs Philippe Sager. «Mein grosser Traum bleibt es, mit Aarau in der NLA zu spielen.»