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Aargauer Derby gedreht: Der STV Baden entscheidet Abnützungskampf gegen TV Möhlin für sich

Der STV Baden gewinnt das Aargauer Derby knapp mit 28:27 (12:14) gegen den TV Möhlin.

Der STV Baden gewinnt das Aargauer Derby knapp mit 28:27 (12:14) gegen den TV Möhlin.

Städtli 1 tut sich in Möhlin lange schwer, zwingt das Glück aber in der Schlussphase auf seine Seite. Dank dem 28:27-Sieg entführen die Badener nicht nur zwei Punkte aus dem Fricktal, sondern sie verteidigen auch erfolgreich die Tabellenführung.

Die Statistik sieht deutlicher aus, als man es gedacht hätte: In dem Dutzend Partien vor dem Derby vom Samstag hatte Städtli 1 siebenmal gesiegt und nur dreimal verloren. Zweimal trennten sich Baden und Möhlin unentschieden.Und fast immer war es eine enge Sache.

So auch am Samstag wieder in der neuen Steinlihalle A. Nach einer schwachen Startphase mit vielen Fehlwürfen und technischen Fehlern traf Seppi Zuber in der 5. Minute endlich zum ersten Tor für den STV Baden.

Hinten wurde zwar kräftig zugelangt, trotzdem kassierte man aber immer wieder «einfache» Tore. Vorne wiederum gelang nichts – ausser Fehlern über Fehlern.

In der 12. Minute dann der erste Penalty für Städtli. Nur noch 5:3 gegen die Stadtturner. Die Wende? Noch nicht. Auch wenn es nun Stück für Stück immer besser lief. Der Druck auf die Möhlner wurde erhöht, was zum Beispiel zum sehenswerten Steal von Patrick Schweizer samt dem daraus resultierenden Tempogegenstoss von Andreas Heyme führte.

Beide Teams mit vielen Fehlern in der ersten Halbzeit

Möhlin wankte erstmals, aber es fiel nicht. Denn der unbestrittene Liga-Topskorer Alexander Velz genoss immer noch viel zu viel Freiraum, den er in zahlreiche Tore ummünzte. Am Ende sollten es deren 13 (!) aus 21 Versuchen sein.

Die ersten 30 Minuten in einem Satz: Hüben wie drüben viele Fehler und keine Mannschaft, die sich abzusetzen vermochte. Pausenstand 14:12 für Gastgeber Möhlin.

Was es in der zweiten Halbzeit zu verbessern galt, war offensichtlich. Technische Fehler wurden tatsächlich weniger begangen, doch scheiterte man immer wieder am gegnerischen Torhüter. Zeit für ein Badener Timeout beim Stand von 24:20.

Die taktische Massnahme von Trainer Björn Navarin zeigte Wirkung. Ebenso die Manndeckung auf den Fricktaler Spielmacher Alexander Velz. Möhlin rieb sich immer öfter an der Badener Abwehr auf, und auch Torhüter Marco Wyss vermochte nun Akzente zu setzen.

Ausschluss von Heyme blieb ohne Folgen

In der 54. Minute dann die erste Städtli-Führung: Keegan Ramsauer netzte zum 24:25 ein. Kurz darauf dann ein böser Dämpfer für Baden: Andreas Heyme kassierte seine dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte. So ärgerlich der Ausschluss war – er sollte wenigstens ohne Folgen bleiben.

Es folgte die in den Begegnungen zwischen Baden und Möhlin offenbar obligate Hitchcock-Phase am Schluss: Penalty Baden in Minute 59:09. Städtli-Topskorer Pascal Bühler stellt sich der Herausforderung und schiesst das entscheidende Tor zum 27:28.

Noch 32 Sekunden zu spielen. Angriff Möhlin. Parade Marco Wyss. Ende, aus, Baden siegt. Wieder einmal hat Städtli 1 ein harziges Spiel gegen Möhlin gedreht und zwei goldene Punkte aus dem Fricktal entführt. Das bedeutet, dass sich am Mittwoch in der Aue die beiden Topteams der Liga gegenüberstehen werden.

Handball Stäfa belegt mit einem Spiel und zwei Punkten weniger Platz zwei und wird alles daran setzen, mit Städtli 1 gleichzuziehen. Diesmal erlaubt die Statistik keine Prognose: In den sechs bisherigen Partien hat jedes Team je dreimal gewonnen. Für Spannung ist also gesorgt.

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