Challenge League
Corona-Pause gibt dem FC Aarau die Gelegenheit, die Abwehrprobleme zu beheben

Frühestens am 20. März bestreitet der FC Aarau das nächste Ligaspiel – Gelegenheit, die Abwehrprobleme zu beheben.

Sebastian Wendel
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Zwangsferien in der Zwangspause? Keine Option für FCA-Trainer Patrick Rahmen.

Zwangsferien in der Zwangspause? Keine Option für FCA-Trainer Patrick Rahmen.

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Gelingt gegen GC der Befreiungsschlag aus der sportlichen Misere? Oder nistet sich das Abstiegsgespenst im Brügglifeld ein? Das waren die Fragen, die den FC Aarau bis am vergangenen Freitagmorgen beschäftigten. Kurz darauf beschloss der Bundesrat wegen des Corona-Virus ein Verbot für Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmenden – alle Spiele der Super und Challenge League der 24. Runde wurden abgesagt.

Am Montag trafen sich Vertreter der 20 Schweizer Profiklubs, von FCA-Seite Sportchef waren Sandro Burki und Geschäftsführer Roland Baumgartner nach Bern gereist, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Resultat: Auch die kommenden zwei Spieltage werden auf ein noch nicht bestimmtes Datum verschoben. Und: Sollte der Bundesrat das bis 15. März gültige Veranstaltungsverbot verlängern, gilt die Zwangspause auch für den 27. Spieltag. Danach folgt die zweiwöchige Länderspielpause.

Momentan geht man beim FCA davon aus, dass der 27. Spieltag stattfindet und somit die Freitagabendpartie am 20. März in Winterthur. Entsprechend wird die Trainingsplanung darauf ausgerichtet. Mehrere freie Tage am Stück für die Spieler sind nicht vorgesehen, obwohl man dies ins Auge fassen könnte, da in der Schweiz die Sommer- und Winterpausen jeweils kurz ausfallen und die Klubs die mangelnde Erholungszeit beklagen. Doch statt auszuruhen, will FCA-Trainer Patrick Rahmen die Zeit in den spielfreien Wochen nutzen, um an den latenten Defensivproblemen zu arbeiten.

Und: Um im Spielrhythmus zu bleiben, sucht der FCA seit gestern intensiv nach Gegnern für zwei bis drei Testspiele. Ob und in welchem Rahmen (mit oder ohne Zuschauer?) solche überhaupt stattfinden dürfen, bestimmt der Schweizerische Fussballverband. Beeinflussen wird diese Frage der Bund, der bald über neue gesamtschweizerische Vorgaben für Veranstaltungen informieren will. Dies mit dem Ziel, die kantonalen Unterschiede bei der Bewilligung von Anlässen mit bis zu 999 Teilnehmenden möglichst auszumerzen.

Tickets für verschobenes Heimspiel bleiben gültig

Das Glück des FC Aarau ist, dass nur ein Heimspiel in die Zwangspause fällt, jenes am kommenden Freitag gegen den FC Wil. Die Saisonkarten und bereits gekauften Einzeltickets behalten ihre Gültigkeit, sofern am noch zu definierenden Ausweichdatum Zuschauer zugelassen sein werden. Im Fall, dass im weiteren Saisonverlauf Geisterspiele stattfinden sollten, wird der FC Aarau entsprechend informieren.