Basketball
Der Hüne Roman Albrecht wandert ins Tessin aus

Der Ehrendinger Roman Albrecht wechselt innerhalb der Nationalliga A von den Basler Starwings zu SAV Vacallo Basket. Dort will sich der lange Baskettballer ausschliesslich dem Basketball widmen, wie er sagt.

Philippe Feller
Merken
Drucken
Teilen
Roman Albrecht: Die längste Hoffnung im Schweizer Basketball. Varadi

Roman Albrecht: Die längste Hoffnung im Schweizer Basketball. Varadi

Nach drei Jahren ist es vorbei. Roman Albrecht verlässt die Starwings, um bei SAV Vacallo anzuheuern. Nachdem der 2 Meter 11 grosse Hüne das KV an der United School of Sports in Zürich mit der Berufsmatura abgeschlossen hat, zieht es ihn nun gen Süden, wo der Profisport auf Albrecht wartet. «Da ich nun meine schulische Ausbildung abgeschlossen habe, möchte ich einen anderen Weg gehen. Da kam mir das Angebot aus Chiasso gerade recht. Im nächsten Jahr werde ich mich ausschliesslich dem Basketball widmen», erzählt Albrecht.

Bereits vor einem Jahr besuchte er einige Trainings von Vacallo. «Es hat mich überzeugt, als ich ein Probetraining absolviert habe. Ich treffe auf einen super Trainer und habe fantastische Mitspieler. Hinzu kommt, dass der Verein sehr solide aufgestellt und äusserst seriös ist.» Über die Stationen Alstom Baden, Basket Club Boncourt und Wildcats Zürich landete der Center bei den Starwings. Nun folgt mit dem SAV Vacallo Basket – bei dem er einen Vertrag über ein Jahr unterschrieb – die nächste Station in der noch jungen Karriere des Aargauers.

«Zweimal täglich wird bei Vacallo trainiert und ich kann davon leben», erzählt Albrecht. Da er das KV abgeschlossen hat, hält er sich auch alle Türen offen: «Wenn es nicht klappen sollte, habe ich immer noch andere Optionen. Zum Beispiel könnte ich mich auch noch schulisch weiterbilden oder in den «normalen Berufsalltag» einsteigen. Das war mir wichtig, bevor ich auf die Karte Sport setze.»

Auf dem Court nur Englisch

Doch sein Wechsel nach Chiasso wirft eine Frage auf: Wie steht es um sein Italienisch? «Um ehrlich zu sein, spreche ich kein bisschen Italienisch. Aber das sollte auch kein Problem sein, denn auf dem Court wird ohnehin nur Englisch gesprochen, da einige amerikanische Spieler im Kader stehen. Und zudem werden wir vom Verein aus einen Kurs absolvieren, also sollte das schon okay sein.» Der 22-Jährige wird die Reise nicht alleine antreten: Mit dem Serben Miroslav Petkovic und dem Münchensteiner Reto Schwaiger begleiten ihn zwei bisherige Teamkameraden ins Tessin.

Dem Ehrendinger wurde auch schon die Ehre zuteil, sich in der Schweizer Nationalmannschaft zu präsentieren. «Das war eine super Erfahrung. Besonders mit Thabo Sefolosha zusammenspielen zu dürfen, war speziell. Thabo ist ein sehr sympathischer Mensch, der sich den jungen Spielern annimmt und sie motiviert, immer alles zu geben, und nie aufzugeben.» Eines Tages möchte natürlich auch Albrecht mit der Schweizer Nationalmannschaft an einem grossen Turnier teilnehmen. «Es wird schwierig, aber das ist schon ein grosses Ziel.» Und im Sport ist bekanntlich alles möglich.