Judo
Die Brugger siegen im Duell der Platzhirsche souverän

Der amtierende Meister setzt sich zum Auftakt gegen Vizemeister Romont mit 18:10 durch. Obwohl die Freiburger aufgrund von Verletzungen für zwei Kämpfe Forfait erklären mussten, war das Duell kein Selbstläufer.

Patrizia Obrist
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Grossklaus (w.) gegen Progin.
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Packendes Duell: Wenzinger (weiss, Brugg) gegen Maurer (blau).
Moser (weiss) hat Pahut fest im Griff.
Judo Brugg gewinnt gegen Freiburg

Grossklaus (w.) gegen Progin.

Franz Schefer

Der Judo-Club Brugg, amtierender Mannschaftsmeister und NLA-Platzhirsch, ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Die ersten zwei Heimduelle versprachen bereits Zündstoff, denn der Dauermeister traf auf seinen letztjährigen Finalgegner und Erzrivalen aus Freiburg.

Im neuen Jahr zeigt sich Bruggs Kader praktisch unverändert. Die Aushängeschilder des Vereins sind nach wie vor Ciril Grossklaus und Domenic Wenzinger, die sich im Rennen um die Olympischen Spiele 2016 in Rio befinden. Ferner wirkt Damian Waser wieder aktiv mit, während Nils Stump aus Uster seinen Platz mit Bruder Siro in der Gewichtsklasse bis 60 kg getauscht hat.

Neue Regel

Was die beiden Auftaktduelle gegen Romont betraf, blieb die Frage nach dem Sieger im ersten Duell bis zum Ende offen. Als Gabriel Grossklaus im letzten Kampf des ersten Duells bis 81 kg gegen Gilles Progin wunderschöne Judo-Kampftechnik zeigte, jubelten letztlich die Einheimischen über 8:6-Siegpunkte. Um die Kämpfe attraktiver zu gestalten, besagt eine neue Regel, dass Judokas im Standkampf ihrem Gegner nicht mehr ans Bein greifen dürfen. Doch auch ohne neue Regeln machten die Freiburger zum Beispiel mit schönen Fusstechniken oder sehenswerten Schulterwürfen den Bruggern das Leben schwer.

Romont angeschlagen

Zu den 10:4-Siegpunkten im zweiten Duell des Tages kam Brugg einfacher, denn in zwei von sieben Kämpfen erklärte Romont Forfait wegen Verletzungen. Bruggs Präsident Benjamin Simmen analysierte: «Es ist schade wegen den Verletzungen. Doch wenn Romont Forfait erklärt, sind ihre Judokas – im Gegensatz zu anderen Teams – tatsächlich verletzt. Erst wenn die Freiburger nicht mehr wie Löwen kämpfen können, geben sie auf.»

Dass sein Team wiederum hart weitertrainieren muss, ist für Simmen klar: «Mich haben heute nicht alle Leistungen überzeugt, wir müssen besser werden. Jedoch dürfen wir nicht vergessen, dass Romont die Nummer zwei der Schweiz ist. Ein Spaziergang wäre unlogisch gewesen.»

Das Dutzend vollmachen

Bruggs erklärtes Saisonziel ist es, am Ende dieser Meisterschaft zum achten Mal in Folge und insgesamt zwölften Mal den Meisterthron zu besteigen. Vorerst ist dem Präsidenten wichtig, dass dem Team alle Judokas schnellstmöglich zur Verfügung stehen: «Damit wir über einen möglichst breiten Kader verfügen, hoffe ich, dass sich Michael Kistler und Tobias Meier bald von ihren Verletzungen erholen.»