Erwartungen übertroffen

Andreas Döbeli. Bilanz: Drei Siege, ein Gestellter. 38.50 Punkte. Rang: 4.

Der Freiämter ist die positive Überraschung aus Nordwestschweizer Sicht. Natürlich, als Co-Sieger des Nordwestschweizerischen Fests vor drei Wochen in Wittnau, ist er mit Kranz-Ambitionen nach Zug gekommen. Dann aber an Tag eins eine derart souveräne Leistung zu zeigen, braucht viel. Döbeli gewann seine ersten drei Gänge und lieferte im vierten Gang gegen den Eidgenossen Marcel Mathis eine taktisch reife Leistung ab. Er ist auf Kranzkurs.

Stefan Studinger. Bilanz: Drei Siege, eine Niederlage. 38.00 Punkte. Rang: 6.

Der in Däniken im Kanton Solothurn wohnhafte Stephan Studinger, der für den Schwingklub Aarau antritt, blieb gegen Kilian Wenger, den König von 2013, chancenlos. Sonst aber löste der  35-Jährige alle  Aufgaben souverän. Er trifft am Sonntag in 5. Gang auf Pirmin Reichmuth, eine enorm hohe Hürde. Der Weg zum Kranz ist noch weit, aber die Ausgangslage gut.

Marcel Kropf. Bilanz: Drei Siege, eine Niederlage. 38.00 Punkte. Rang 6.

Der Mümliswiler legte mit der Niederlage gegen den Südwestschweizer Stéphane Haenni einen kapitalen Fehlstart hin, setzte den Tag dann aber mit drei Siegen fort. Am Ende bodigte er mit Tobias Krähenbühl einen Eidgenossen. Kropf, der an chronischen Schmerzen im Knie leider, könnte mit 33 Jahren zum Eidgenossen werden. Aber auch sein Weg ist noch weit. im 5. Gang wartet der starke Berner Matthias Aeschbacher.

ESAF: Das war der erste Wettkampftag

ESAF: Das war der erste Wettkampftag

   

Erwartungen erfüllt

Patrick Räbmatter. Bilanz: Drei Siege, ein Gestellter. 38.50 Punkte. Rang: 4.

Der Uerkheimer stellte zu Beginn gegen Andi Imhof und erfüllte nachher seine Pflicht gegen schlagbare Konkurrenz. Er wird Sonntag früh von einem der Spitzencracks auf Herz und Nieren geprüft werden: Daniel Bösch. Trotzdem: der Fahrplan des 27-jährigen stimmt, um am Sonntagabend zum zweiten Mal in Folge mit dem eidgenössischen Kranz ausgezeichnet zu werden.

Roger Erb. Bilanz: Zwei Siege, zwei Gestellte. 37.50 Punkte. Rang 8.

Der Baselbieter blieb am ersten Tag ungeschlagen und feierte mit einem Plattwurf gegen das Zuger Talent Noe van Messel einen feinen Erfolg. Bleibt abzuwarten, wie er die gute Ausgangslage zu nutzen vermag. Ein Rang hinter Erb ist sein Baselbieter Mannschaftskollege Janic Voggensperger klassiert. Auch er hat noch alle Chancen im Rennen um den Kranz.

David Schmid. Bilanz: Zwei Siege, zwei Gestellte. 37.00 Punkte. Rang 10.

Der Fricktaler Defensivkünstler blieb zwar ungeschlagen, vermochte aber trotzdem nicht ganz zu überzeugen. Gegen die stärkeren Kontrahenten blieb er zu passiv und kam nur mit Glück um Niederlagen herum. Danach brachte er sich mit zwei Siegen auf Kurs. Wenn der Sieger der Nordwestschweizerischen Schwingfest 2018 und 2019 diese Pace behält, liegt der Kranz drin.

Nick Alpiger. Bilanz: Zwei Siege, zwei Niederlagen. 37.00 Punkte. Rang 10.

Erwartungen hatte man nach seiner Sehnenverletzung auf dem Weissenstein eigentlich keine mehr. Allein die Teilnahme in Zug war ein Wettrennen mit der Zeit und dass der 22-Jährige dieses gewonnen hat, war bereits ein wunderbarer Erfolg. Doch dann besiegte er im ersten Gang Samuel Giger und plötzlich traute man dem Sieger des Innerschweizer zu, was er mit diesem Triumph angedeutet hat: dass er im Rennen um den Königstitel ein ernstes Wörtchen mitreden will. Weil sich die Probleme im Hüftbereich aber bereits im zweiten Gang wieder bemerkbar machten, ist allein die Tatsache, dass er sich durchkämpft, bewundernswert.

Halbzeit am ESAF: Die Schwinger ziehen Bilanz

Halbzeit am ESAF: Die Schwinger ziehen Bilanz

    

Erwartungen nicht erfüllt

Joel Strebel. Bilanz: Zwei Siege, zwei Niederlagen. 36.75 Punkte. Rang: 11.

Der vierte Gang mit der Niederlage gegen Marco Fankhauser versaute dem potenziellen Neu-Eidgenossen einen guten ersten Tag. In diesem Kampf wurde der Freiämter Opfer seiner eigenen Ungestümheit. Strebel galt vor dem Fest als grösste Nordwestschweizer Hoffnung, wenn es darum geht, neue Eidgenossen zu stellen. Dafür muss er sich am Sonntag steigern. Aber er hat noch Chancen, das begehrte Eichenlaub zu holen. Dann ist der Start vergessen.

Lukas Döbeli. Bilanz: Ein Sieg, drei Gestellte. 36.00 Punkte. Rang 14.

Nur ein Sieg ist zu wenig für einen Schwinger mit seinen Ambitionen. Zumal die Gegnerschaft nicht wirklich übermächtig war. Aber: Lukas Döbeli ist erst 19 Jahre alt. Er hat noch Zeit.

Christoph Bieri. Bilanz: Ein Sieg, zwei Gestellte, eine Niederlage. 36.00 Punkte. Rang 14.

Er ist nach Zug gekommen mit dem Traum, ausgerechnet am Eidgenössichen seinen 100. Kranz zu gewinnen. Mit einem Sieg gegen Arnold Forrer, den König von 2001, hat er die Mission zwar ideal begonnen, danach aber stark abgebaut. Der Traum ist wohl geplatzt.

Mario Thürig. Bilanz: Ein Sieg, ein Gestellter, zwei Niederlagen. 35.75 Punkte. Rang 15.

Er wollte es noch einmal wissen, hat sich nach einer schweren Schulterverletzung, die er sich in der vergangenen Saison zugezogen hat, noch einmal zurück gekämpft. Allein diese Leistung verdient Respekt. Doch eigentlich wollte er in Zug seinen sechsten Eidgenössischen Kranz gewinnen. Dieses Ziel verpasst er wohl. Das ist für den 34-Jährigen bitter und enttäuschend.

Nick Alpiger plagt seine alte Verletzung

Der Beitrag von TeleM1: Nick Alpiger plagt seine alte Verletzung

Kaum hatte sich der Aargauer von seiner Sehnenverletzung erholt, kam sie beim Eidgenössischen Älpler- und Schwingfest zurück. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen humpelte er heute vom Spielfeld.