Handball

Dürfen der HSC Suhr Aarau und der TV Endingen weiterspielen? – Zuerst muss die Profifrage geklärt werden

Ob der HSC und der TV Endingen weitere Derbys durchführen dürfen, steht noch nicht fest.

Ob der HSC und der TV Endingen weitere Derbys durchführen dürfen, steht noch nicht fest.

Gemäss den Bestimmungen des Bundesrats können Trainings und Wettkämpfe im professionellen Bereich weiterhin stattfinden. Doch ob die Profi-Definition auch für die Nationalliga A im Handball zutrifft, ist noch nicht abschliessend beantwortet. Deswegen ist noch unklar, ob die Meisterschaft für den HSC Suhr Aarau und den TV Endingen weitergeht.

Dürfen die beiden Aargauer Handballvereine in der Na­tionalliga A, der HSC Suhr Aarau und der TV En­dingen, weiterspielen? Gestern Nachmittag be­rieten sich die Präsidenten und ­Geschäftsführer der zehn NLA- Vereine in einer Telefonkonferenz. Der Grundtenor: Man will die Meisterschaft mit allen Mitteln fortführen. Doch zuerst muss ein entscheidendes Detail geklärt werden.

Gemäss den Bestimmungen des Bundesrats sind im professionellen Bereich Trainings und Wettkämpfe weiterhin zulässig. Die zugrunde liegende Definition ist für die Nationalliga A jedoch noch nicht abschliessend geklärt. Konkret geht es um die Frage, ob die NLA-Handballer als Profisportler gelten oder nicht. Diese Frage muss Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, beantworten.
Beim Schweizerischen Handballverband (SHV) geht man davon aus, dass eine entsprechende Bestätigung möglichst zeitnah erfolgen soll. Erst dann will der SHV öffentlich kommunizieren, in welcher Form der Spielbetrieb in der NLA fortgesetzt werden soll. Man darf jedoch davon ausgehen, dass Swiss Olympic die NLA als Profiliga einstufen wird.

Schnelltests für beide Teams vor den Spielen

Klar ist bereits jetzt, dass sich die zehn NLA-Vereine auf eine Verschärfung der Schutzkonzepte geeinigt haben. So sollen vor den Spielen jeweils sogenannte Schnelltests bei beiden Mannschaften durchgeführt werden. Bei einem positiven Corona-Befund wird der entsprechende Spieler isoliert.

Gestern hat der Bundesrat zudem beschlossen, dass Veranstaltungen über 50 Personen vorübergehend nicht mehr erlaubt sind. Ob die NLA-Vereine Zuschauer in den Hallen zulassen oder auf Geisterspiele setzen, entscheidet jeder Klub individuell. Der Verband prüft, das Livestream-Angebot für die Meisterschaftspartien auszubauen, indem jede Spielübertragung kommentiert werden soll.

Wie und ob es überhaupt mit der Nationalliga B bei den Männern sowie der Spar Premium League (1 und 2) bei den Frauen weitergeht, wurde noch nicht kommuniziert. Für den STV Baden und der TV Möhlin steht also noch nicht fest, ob sie die Meisterschaft fortsetzen dürfen. Gewissheit haben indes bereits die Amateure sowie die Nachwuchshandballer. Der Verband gab gestern bekannt, dass der Spielbetrieb im Amateurbereich (1. Liga und tiefer) und im gesamten Nachwuchsbereich bis mindestens Ende Jahr unterbrochen wird.

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