Judo

Erfahrung und Premiere: Zwei Aargauer und eine Baslerin vertreten die Schweiz an der EM

Ciril Grossklaus, Evelyne Tschopp und Tobias Meier vertreten die Schweiz an der EM. (v.l.n.r.)

Ciril Grossklaus, Evelyne Tschopp und Tobias Meier vertreten die Schweiz an der EM. (v.l.n.r.)

Vom 20. – 23. April finden die Judo Europameisterschaften in Warschau (POL) statt. Drei Schweizer Judoka werden unser Heimatland repräsentieren: Evelyne Tschopp (-52kg), Ciril Grossklaus und Tobias Meier (beide -90kg). Während Tschopp und Grossklaus OlympiaErfahrung mitbringen, steht Meier vor einer Premiere.

Am Donnerstag wird die polnische Hauptstadt zum Mittelpunkt der Europäischen Judoszene. Die besten Judoka des Kontinents treffen sich auf den Warschauer Matten, um die Titel der Europameister und -meisterinnen unter sich auszukämpfen. Drei erfolgreiche Schweizer Judoka sind mit von der Partie. Welche Chancen bestehen und was sagen unsere Athleten vor dem wichtigen Anlass?

Aargauer in der Weltspitze

Ciril Grossklaus, -90kg, WRL: Nr. 33. Einsatz am 22. April Der 26-Jährige Aargauer gehört mit zu den erfahrensten Judoka im Schweizer Nationalkader. Seit Grossklaus 2013 kontinuierlich Top-Resultate ablieferte, darf sich der Judoka zur Weltspitze zählen. Dies wird ersichtlich durch Bronze an einem Grand Slam sowie an drei Grand Prix, fünf Weltcup-Medaillen und der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio.

Auch jüngst konnte der in Brugg lebhafte Athlet mit dem Sieg am heimischen Europacup (Swiss Judo Open) überzeugen. Dass sich Grossklaus noch keinen Medaillenerfolg an Europameisterschaften anrechnen darf, will er unbedingt ändern. «Bisher hatte ich kein Glück an Europameisterschaften. Dieses Jahr werde ich das mit aller Macht versuchen zu ändern», so Ciril Grossklaus.

Mit den Besten mithalten

Evelyne Tschopp, -52kg, WRL: Nr. 22. Einsatz am 20. April Mit dem 5. Rang an der EM 2016 blickt die 25-Jährige Baselbieterin mit gemischten Gefühlen auf die vergangene Kontinentalmeisterschaft zurück. Zum einen hatte die Schweizer Judoka bewiesen, dass sie an der Spitze mithalten kann, andererseits hinterlässt der verlorene Bronzekampf keine Genugtuung.

Ein Blick auf dieses und andere Resultate, wie Gold am Grand Prix Almaty 2016 und Silber am Grand Slam Paris 2015, veranschaulicht die Tatsache, dass die EM-Medaille nur noch eine Frage der Zeit ist. «Trotz reduziertem Pensum will ich an mein Leistungsniveau von Rio anknüpfen und das letztjährige Resultat im Mindesten bestätigen können», so Evelyne Tschopp.

Jungspund in Form

Tobias Meier, -90kg, WRL: Nr. 202. Einsatz am 22. April. Kaum aus der Kategorie Nachwuchs–U23 entlassen, steht Tobias Meier vor seinem ersten Grossanlass in der Kategorie Elite. Diesen Einsatz hat sich der 23-Jährige verdient. Bei vergangenen Events hatte der junge Aargauer aus Baden überzeugen können.

An der U23-EM 2016 schaffte er den fünften Rang, die Militär-WM 2016 beendete er auf Rang drei und am vergangenen Schweizer Europacup im März (Swiss Judo Open) bestätigte er die Silbermedaille vom Vorjahr. Einzig unterlegen war er im Final dem Teamkollegen Ciril Grossklaus.

Physisch in Form, das Talent abrufbereit und mit dem nötigen Selbstvertrauen ist Meier ein Judoka, der überraschen könnte. «Das Ziel meiner ersten EM-Teilnahme wird es sein, am Tag X physisch und psychisch Bestleistungen abrufen zu können. Wenn mir dies gelingt, ist vieles möglich. Nach dem Wettkampf wird die Bilanz gezogen», so Tobias Meier.

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