2. Liga AFV
FC Suhr schlägt Corona-Alarm: Präsident Hansueli Bircher fordert drastische Massnahmen

Der Ärger von Hansueli Bircher ist gross. Der Präsident des 2.-Ligisten FC Suhr kritisiert das zögerliche Verhalten des Bundesrates, der Kantone und des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) auf die rasant ansteigenden Infektionen.

Ruedi Kuhn
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Bei den Heimspielen des FC Suhr sind keine Zuschauer mehr zugelassen.

Bei den Heimspielen des FC Suhr sind keine Zuschauer mehr zugelassen.

Alexander Wagner

«Die Entwicklung der Pandemie ist aus meiner Sicht derart rasant aus dem Ruder gelaufen, dass wir vom FC Suhr im Gegensatz zum Bundesrat, zu den Kantonen und zum SFV scharfe Massnahmen beschlossen haben», sagt Hansueli Bircher. «Mich ärgert es, dass alle drei Institutionen den Ernst der Lage nicht erkannt haben oder aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht erkennen wollen.»

Der 64-jährige Energiewirtschafts-Jurist hat in seiner Funktion als Präsident des FC Suhr folgende Massnahmen beschlossen: 1. Bei den Heimspielen des FC Suhr werden keine Zuschauer mehr zugelassen. 2. Für alle mit Jahrgang 2008 und älter gilt eine Gesichtsmaskenpflicht in den Garderoben und Toiletten. 3. Die Mannschaften, die keine Meisterschaftsspiele mehr bestreiten, dürfen nicht mehr trainieren. 4. Bis 10. Januar 2021 gibt es keine Hallentrainings.

Für Bircher stehen momentan nicht der Sport und der Fussball sondern die Gesundheit und die Sicherheit der Bevölkerung an erster Stelle. Wegen der brisanten Corona-Lage wird sich der Präsident des FC Suhr am Dienstag mit Luigi Ponte, dem Präsidenten des Aargauischen Fussballverbandes (AFV), treffen.