Orientierungslauf

Matthias Kyburz und Elena Roos gewinnen Langdistanz in Grindelwald

Die Sieger

Die Sieger

Zum Auftakt des OL-Weltcupfinals in Grindelwald gab es für die heimischen Läufer einen Freudentag zu feiern: Elena Roos gewann das Langdistanzrennen bei den Frauen, Matthias Kyburz geht als Tagessieger bei den Männern hervor.

Der Langdistanzwettkampf des Weltcupfinals in Grindelwald machte seinem Namen alle Ehre. Lange Routenwahlen, steile Abschnitte und feine Postenstandorte im alpinen Gelände forderten den Athleten alles ab. Spätestens beim happigen Aufstieg vom letzten Posten zum Ziel, welcher bereits bei der Arenapassage zurückgelegt werden musste, verbrauchten die besten OL-Läufer der Welt die übrig gebliebene Energie.

Das ruppige Gelände kam den Schweizer Athleten offensichtlich entgegen, mit Matthias Kyburz und Elena Roos setzen sich bei den Herren als auch bei den Frauen die Einheimischen durch. Der Gesamtweltcupführende Kyburz hatte nur Positives zu berichten nach seinem Wettkampf:

„Ich fand von Anfang an gut in den Lauf und fühlte mich wohl auf den ersten kurzen Posten. Als ich meinen engsten Verfolger im Gesamtweltcup Daniel Hubmann aufholte, gab mir dies Auftrieb. Kurz darauf folge eine lange Routenwahl und ich sah, dass Hubmann einen anderen Plan hatte als ich. Nach kurzem Zögern beschloss ich, meine Entscheidung durchzuziehen. Dies schien sich auszuzahlen, wie ich bei der Arenapassage vernahm. Mit dem positiven Gefühl unterwegs und der Info über die Führung war ich beflügelt auf der Schlussrunde."

Hubmann weniger zufrieden

Weniger zufrieden war Daniel Hubmann, der seit längerem mit einer Erkältung zu kämpfen hat, mit seinem Wettkampf: „Ich startete etwas holprig, war dann aber trotzdem etwas überrascht schon so früh von Matthias aufgeholt zu werden. Auf der Route versuchte ich etwas Anderes als er zu machen, da ich wusste, dass ich ihn wenn wir zusammen unterwegs sind kaum abschütteln kann. Im Nachhinein war dies wahrscheinlich ein falscher Entscheid, ich verliere heute wertvolle Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup."

Gleich hinter Hubmann, auf dem sechsten Rang, klassierte sich Florian Howald: „Es war super, die Bahnanlage war wie erwartet, das Gelände fast etwas extrem, und ich konnte mein Konzept umsetzen." Mit Forian Schneider und Fabian Hertner klassierten sich zwei weitere Schweizer unter den ersten Zehn.

Elena Roos sorgt für Überraschung

Im Frauenrennen sorgte Elena Roos für die grosse Überraschung. Die Tessinerin, welche in diesem Jahr auch in den Walddisziplinen den Sprung in die Weltspitze geschafft hat, setzte sich mit einem Vorsprung von über einer Minute auf ihre Teamkollegin Sabine Hauswirth durch. Entsprechend glücklich war Roos im Ziel: „Es lief mir super. Ich habe mir Zeit genommen für die feinen Posten und auf das Tempo gedrückt auf den längeren Abschnitten.

Unterwegs dachte ich nicht viel über meinen Stand im Rennen nach, erst bei der Arenapassage vernahm ich, einen grossen Vorsprung zu haben. Das hat mich motiviert und gab mir zusätzlich Kraft bis ins Ziel zu kämpfen." Ihr Ziel vor dem Weltcupfinal war, im Gesamtweltcup noch in die ersten Zehn zu laufen, umso wertvoller der heutige Sieg: „Ich wusste, in der Langdistanz die besseren Karten zu haben als in der morgigen Mitteldistanz. Aber ich bin nun natürlich top motiviert nochmals alles herauszuholen."

Sabine Hauswirth, die nun zum vierten Mal in Serie auf dem Podest des Weltcups steht, berichtet ebenfalls über eine saubere Leistung: „Mein Ziel war, mich auf meine Technik zu konzentrieren. Das habe ich sehr gut umgesetzt, mir ist kein grösserer Zeitverlust unterlaufen." Nur gerade elf Sekunden fehlten Julia Gross, um das reine Schweizer Podest perfekt zu machen: „Natürlich finde ich überall zehn Sekunden, beispielsweise auf der langen Route zurück Richtung Zielarena, dort habe ich den Einstieg zu einem kleinen Weg verpasst. Aber wenn ich die gesamte Saison anschaue darf ich sehr zufrieden sein mit meinem vierten Rang." Sina Tommer als Achte und Martina Ruch auf dem elften Rang komplettierten die sehr starke Schweizer Teamleistung.

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