Handball-NLA

Sensation: Aufsteiger Suhr Aarau besiegt Serienmeister Schaffhausen auswärts mit 33:24

Kurz nach Schlusspfiff: Die Suhrer liegen sich in den Armen.

Kurz nach Schlusspfiff: Die Suhrer liegen sich in den Armen.

In der zweiten Runde hat die Handballmeisterschaft ihre erste Sensation: Der HSC Suhr Aarau, auf diese Saison hin aus der NLB in die höchste Liga aufgestiegen, schlägt Meister und Champions-League-Teilnehmer Kadetten Schaffhausen mit 33:24.

Die Basis für den Auswärtssieg legte Torhüter Mihailo Radovanovic, der in der zweiten Halbzeit unzählige Paraden zeigte. Insgesamt parierte der serbische Goalie 19 von 42 Würfen, was eine herausragende Abwehrquote von 46 Prozent ergab. Unterstützt wurde Radovanovic von einer aufopferungsvoll kämpfenden Abwehr mit dem sehr beweglichen Ronnie Vilstrup an der Spitze.

Begeisterte: HSC-Suhr-Aarau-Torhüter Mihailo Radovanovic und seine Paraden gegen die Kadetten Schaffhausen

Begeisterte: HSC-Suhr-Aarau-Torhüter Mihailo Radovanovic und seine Paraden gegen die Kadetten Schaffhausen

Suhr Aarau startete hervorragend, lag rasch mit 5:0 in Führung, bis zur Pause hatten die Kadetten die Partie aber gedreht und führten mit 14:13. Doch die Gäste liessen sich davon nicht beirren, spielten ihre Angriffe gut strukturiert und lange aus und kamen immer wieder zum Torerfolg.

Patrick Romann bester Torschütze

Die Treffer verteilten sich auf diverse Spieler, am erfolgreichsten waren Patrick Romann mit 8, Tim Aufdenblatten mit 7 sowie Djordje Golubovic und Stevan Kurbalija mit jeweils 5 Toren.

Nach der knappen 27:29-Heimniederlage gegen St. Otmar St. Gallen am Mittwoch ist der HSC Suhr Aarau mit dem Sieg beim Meister definitiv in der NLA angekommen. Auf dem Weg zum Erfolg liessen sich die Aargauer auch von den Absenzen der beiden linken Flügelspieler Beau Kägi und Joel Bräm (beide verletzt) nicht beirren, der gelernte Kreisläufer Lukas Strebel kam stattdessen auf dieser Position zum Einsatz.

Teilweise erschreckend schwach agierte das mit Nationalspielern und Auslandprofis gespickte Team von Schaffhausen – nach der 27:33-Auftaktniederlage bei Kriens-Luzern mussten die Kadetten bereits die zweite Pleite in Serie einstecken.

Derweil feierten die HSC-Spieler und ihr neuer Trainer Misha Kaufmann den Sieg überschwänglich - vor dem nächsten Heimspiel gegen den RTV Basel (Sonntag, 11. September, 17 Uhr, Schachenhalle Aarau) gibt der unerwartete Erfolg in Schaffhausen viel Moral.

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