Rad
Wenn die Beine langsam braun werden

Die zehnte Austragung der Dienstagabendrennen in Möhlin ist auch heuer ein interkantonales Projekt. Für die meisten eine Trainingsgelegenheit, sind andere doch auch mit Ambitionen am Start.

Grégory Mathys
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Das Feld der Topfahrer vor dem Start zum Abendrennen. gma

Das Feld der Topfahrer vor dem Start zum Abendrennen. gma

Dass die Radsaison erst gerade die Startlöcher verlassen hat, ist offensichtlich: «Du hast ja auch noch käseweisse Beine», sagt einer zu seinem Kollegen beim Einfahren. Die Dienstagabendrennen in Möhlin könnten deshalb zu keinem geeigneteren Zeitpunkt stattfinden, werden sie doch von den meisten Fahrern als Training unter Wettkampfbedingungen geschätzt.

Hubert Schwab ist der Star

Die Co-Produktion des VC Helvetia Möhlin und Swiss Cycling beider Basel besteht auch in der zehnten Austragung aus fünf Rennen à 35 Kilometer. «Das Rennen ist eine gute Trainingsmöglichkeit», meint OK-Mitglied Beat Vogel, «aber für die Jungen ist es natürlich auch toll, wenn sie sich mit arrivierteren Fahrern messen können.» Star der diesjährigen Rennen ist Hubert Schwab, welcher vorgestern auch das zweite Rennen gewann und die Gesamtwertung anführt. Der ehemalige Quick-Step-Profi erscheint nach der sechsten von zehn Runden weit vor dem Feld und distanziert die Konkurrenz klar.

Einen souveränen Sieger erlebt auch das Anfängerrennen, bei welchem Cédéric Stähli den Spurt für sich entscheidet. «Für mich ist das mehr als nur ein Training», erklärt er zufrieden. Die Stimmung rund um den Start- und Zielort beim Chilli-Kreisel ist ausgezeichnet. Mitorganisatorin Graziella Wild freut sich über das tolle Wetter und die insgesamt 69 Startenden, «die wichtig für uns sind, um nicht Verluste einzufahren». Der Anlass kostet die Organisatoren nämlich einiges, grösster Kostenpunkt ist die Versicherung.

Stürze, aber nichts Schlimmes

Dass auf der Strecke dennoch nichts geschieht, liegt in der Verantwortung von Sicherheitschef Beat Fankhauser, welcher jeweils etwa zwei Stunden vor den Rennen die Route inspiziert und seine Leute positioniert. «Zum Glück gab es bisher nur den einen oder anderen Sturz, wirklich Schlimmes ist noch nie passiert», zeigt er sich erleichtert.

Nach dem Rennen zerstreuen sich die Fahrer – die sogar aus dem Elsass anreisen – in alle Richtungen und verstauen Bikes und Ausrüstung in den Autos. Zurück bleiben das OK und die letzten rotgoldenen Sonnenstrahlen über einem blühenden Rapsfeld – und eine Spur zusätzlicher Bräune auf den Beinen.