Eishockey
Wird Aarau Meister, gibts nackte Tatsachen

Der EHC Aarau fliegt zum siebten Sieg in Folge. Das Team von Trainer Patric With schlägt den EHC Zuchwil-Regio verdient mit 5:3. Nach Spielschluss liess sich der Aarauer Trainer eine vielleicht verhängnisvolle Aussage entlocken.

Adrian Köchli
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Der EHC Aarau siegt gegen Zuchwil-Regio
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 Boris Neher (links, Aarau) gegen Tobias Luethi (rechts, Zuchwil) .
 Daniel Eichenberger (Mitte, Aarau) gegen Marco Mueller (rechts) und Oliver Leisi (links, beide Zuchwil).
 Mauro Beccarelli (vorne, Zuchwil) gegen Christoph Frei (hinten, Aarau).
 Kevin Kissling vom EHC Aarau.
 Daniel Eichenberger (links, Aarau) gegen Marco Mueller (rechts, Zuchwil).
 Christoph Frei (Mitte, Aarau) gegen Fabian Born (links, Zuchwil) und Marco Mueller (rechts).

Der EHC Aarau siegt gegen Zuchwil-Regio

Alexander Wagner

Das Gespräch mit einem Trainer nach einem Eishockey-Spiel ist ja meistens «Business as usual». Es muss sein und es wird auch nichts Spektakuläres diskutiert. Am Samstagabend in der Keba war dies für einmal anders. Aaraus Erstligatrainer Patric With stellte sich zuerst wie gewohnt den Fragen des Journalisten.

Gut gelaunt und locker – kein Wunder, hatte seine Mannschaft gerade den Leader aus Zuchwil mit 5:3 in die Schranken gewiesen. With erzählte, dass die Effizienz, das Boxplay und der Goalie an diesem Abend die Schlüssel zum Erfolg waren. Und er sagte weiter, wie glücklich man als Trainer ist, wenn man so viele Spiele in Serie gewinnt, dass es aber auch schwierig sei, das erreichte Niveau beizubehalten und nicht nachzulassen. Traineraussagen, wie sie nach jedem Spiel zu hören sind.

Noch warten starke Gegner

Doch am Schluss des Gesprächs kam noch die Frage, was er sich eher vorstellen könne: dass Aarau wieder mal ein Spiel verliert oder dass er als Weihnachtsmann verkleidet ein Training leitet? With war ob dieser Frage sichtlich amüsiert und antwortete: «Ich denke eher, dass wir wieder mal verlieren werden. Wir haben noch so starke Gegner in der Gruppe. Doch wenn wir 1.-Liga-Meister werden, würde ich nackt ein Training absolvieren.» Beim Meistertitel gibts in Aarau also nackte Tatsachen, es hätte wohl niemand was dagegen.

Im Spiel hatte Zuchwil zu Beginn eigentlich schon etwas dagegen, dass Aarau die Punkte bei sich behält. In den ersten zwei, drei Minuten zogen die Gäste ein starkes Pressing auf, welches die Aarauer nicht zur Entfaltung kommen liess. Doch wie schon erwähnt zeichnete das Aarauer Spiel vor allem eines aus: Effizienz. Von den ersten drei, vier Chancen wurden zwei genutzt. Besonders der Aarauer Angreifer Patrick Bula konnte in diesem Spitzenkampf mit zwei Toren und einem Assist brillieren.

Bula und Brunner brillierten

Nebst Bula durfte man sicherlich auch Torhüter Flurin Brunner erwähnen, der nicht unwesentlich dran beteiligt war, das Zuchwil am Ende der Verlierer war. Mit einigen starken Abwehraktionen rettete die Langenthaler Leihgabe mehrere Male. So gewann Aarau ein wenig überraschend das Duell des Ersten (Zuchwil) gegen den Dritten (Aarau) und bleibt auf Kurs Richtung Meistertitel... und nackter Tatsachen.