Frauen NLB
Zwischen Verletzungspech und Punktenot – Die FCA-Frauen gastieren in Worb

Am Samstagabend treffen die FC Aarau Frauen auswärts in Bern auf die Femina Kickers Worb. Kein leichtes Spiel wird die FCA-Frauen in Bern erwarten, denn die Kickers aus Worb befinden sich zurzeit mit nur einem Punkt Rückstand auf dem zweiten Tabellenplatz hinter St. Gallen.

Leandro De Mori
Merken
Drucken
Teilen
Bei den FC Aarau Frauen läuft es im Moment nicht so, wie sie sich das wünschen

Bei den FC Aarau Frauen läuft es im Moment nicht so, wie sie sich das wünschen

Alexander Wagner

Es geht nun Schlag auf Schlag bei den Aarauerinnen. Nur noch zwei Spiele bleiben, um sich vor der Winterpause der NLB auf einem guten Rang zu platzieren. Zuerst auswärts in Worb, dann zu Hause gegen Thun. Wirklich viel wird sich aber in der aktuellen Tabellenlage der FCA-Frauen nicht mehr tun. Gefahr ist, dass sie noch von Rapperswil überholt werden und auf den siebten Tabellenplatz abrutschen. Auch Schlieren könnte die FCA-Frauen noch überholen, insofern sie zwei Siege holen und Aarau zwei Mal verliert. Das gilt es nun dringendst zu vermeiden.

In den letzten Spielen ist bei den FC Aarau Frauen nicht alles so gelaufen, wie man sich das gewünscht hatte. Unpräzises Passspiel, wenig Ideen im Aufbauspiel und fehlender Kampfgeist, Emotionen. Ausschlaggebend dafür waren auch die drei Ausfälle im Stammkader, namentlich Schwaller, Storr und Pilgrim, die nun seit einigen Spielen fehlen. Zwar ist das Team weiterhin gut aufgestellt, jedoch merkt man, dass es im Angriff immer noch harzt.

Chancen für die Nachfolgerinnen

Das könnte aber auch der Punkt sein, von dem die anderen Spielerinnen profitieren können. Betrachtet man die letzten Spiele, fallen im Aufbau- sowie im Defensivspiel einige Spielerinnen positiv auf. Almeida in der Innenverteidigung fällt immer wieder durch ihre weiten Bälle auf Hediger auf, ausserdem verstrahlt sie eine Menge Leidenschaft, Kampfgeist und Siegeswillen. Auch Amoros im Mittelfeld ist zu einer Stütze geworden. Sie erobert immer wieder Bälle, ist sehr zweikampfstark und leitet so Konter ein. Captain Michelle Stierli hat sich zu einer starken Führungspersönlichkeit entwickelt, mit Torhüterin Schneider sind sie ausschlaggebenden Kräfte in der Aarauer Abwehr.

Der Altersschnitt des Teams ist natürlich extrem jung. Nicht ganz 19 Jahre beträgt das durchschnittliche Alter der Mannschaft. In der zweithöchsten Spielklasse der Schweizer Frauenliga. Das bedeutet auch, dass die jungen Aarauerinnen noch nicht mit derselben Erfahrenheit spielen können, wie es andere Mannschaften tun. Aber das Team ist auf dem besten Weg, sich langsam zu stabilisieren.

Zwar dauert es meist bis in die zweite Halbzeit, bis von den FCA-Frauen eine richtig gute, solide Leistung auf den Platz gebracht wird. Trainer Charles Grütter gibt alles dafür, um eine solche auch in der ersten Halbzeit zu sehen: „Unser Team ist natürlich sehr jung. Ich habe das Gefühl, dass es bei der einen oder anderen teilweise gewisse mentale Aussetzer gibt. Doch wir arbeiten daran und wollen unseren Platz in der Tabelle über den Winter behalten.“ Um das zu schaffen, wäre ein Sieg für die Aarauerinnen bei Worb das Mindeste.