Absage
Das Baselbieter Kantonalturnfest kann nicht stattfinden: «Es ist uns sehr schwergefallen»

Wegen der aktuellen Bestimmungen des Bundesrats kann das Baselbieter Kantonalturnfest 2021 und auch der Jugendsporttag nicht stattfinden. OK-Präsident Frank Meyer erklärt, warum auch das «Turnfest light» am Ende keine Option war.

Esteban Waid
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Im Laufental wird es 2021 kein Turnspektakel geben. Das Kantonalturnfest fällt der Pandemie zum Opfer.

Im Laufental wird es 2021 kein Turnspektakel geben. Das Kantonalturnfest fällt der Pandemie zum Opfer.

Roland Schmid (Archivbild)

Seit heute ist offiziell, was sich nach dem Bundesratsentscheid vom 19. März schon angedeutet hatte. Das Baselbieter Kantonalturnfest und auch der Jugendsporttag 2021, die im Juni im Laufental hätten stattfinden sollen, müssen abgesagt werden. Dass der Entscheid am Mittwoch negativ ausfiel, lag vor allem an zwei Faktoren. «Zum einen ist die epidemische Lage so, dass man nicht davon ausgehen kann, dass ein solcher Anlass im Juni stattfinden kann», erklärt OK-Präsident Franz Meyer. Zum anderen hätten die bestehenden Beschränkungen eine angemessene Vorbereitung der Turnerinnen und Turner unmöglich gemacht.

Franz Meyer ist Landrat in Baselland und Präsident des Organisationskomitees.

Franz Meyer ist Landrat in Baselland und Präsident des Organisationskomitees.

Kenneth Nars (Archivbild 2015)

Vor allem letzterer Punkt macht auch den erarbeiteten Plan B zunichte. «Seit Oktober haben wir parallel zum normalen Anlass ein ‹Turnfest light› geplant», erklärt Meyer. Die Organisatoren haben gehofft, durch mehr Veranstaltungstage und andere Massnahmen das Personenaufkommen zu verteilen und das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Am Ende war auch dieses Schutzkonzept nicht durchsetzbar.

Eine letzte Option gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer. «Wir versuchen noch herauszufinden, ob allenfalls eine Verschiebung ins nächste Jahr denkbar wäre», sagt Franz Meyer. Ob dies klappt, hängt aber von den Bauern in Zwingen ab, von denen man die Wiesen für das Turnfest gepachtet hat. «Die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Landfläche noch mal ein Jahr brachliegen lassen, ist nicht sehr hoch», zeigt sich Franz Meyer realistisch. Aber man wolle auch diese Option abklären.

Finanziell geht das Organisationsteam davon aus, dass man die aktuellen Kosten, die sich auf 60’000 bis 70’000 Franken belaufen, durch das «Unterstützungspaket Sport» vom Bund decken kann. Damit könne man sowohl die Startgelder als auch die Haftgelder zurückzahlen.

Trotz der Absage streicht Franz Meyer auch die positiven Dinge heraus: «Wir haben dreieinhalb Jahre in einem Team von zehn Leuten gute Arbeit geleistet», hält er fest. Das Ziel war es, mindestens 5000 Anmeldungen von einzelnen Turnerinnen und Turnern zu erreichen. Am Ende waren es fast 6500. Die ganze Arbeit soll auch nicht umsonst gewesen sein, wie Meyer erklärt: «Wir werden die fertigen Konzepte den nächsten Organisatorinnen und Organisatoren im Turnsport zur Verfügung stellen.»