Der plötzliche Tod des Fiorentina-Captains Davide Astori traf den Verein wie ein Donnerschlag. Astori stand kurz vor einer Vertragsverlängerung. Er wollte seine Karriere im Klub aus der Toskana beenden. 

Fiorentina-Präsident Andrea Della Valle verriet, dass der Italiener am nächsten Tag eigentlich einen neuen Vertrag unterschreiben sollte. «Er sollte am Montag seinen Vertrag verlängern. Eigentlich hätte er sein neues Arbeitspapier schon am Donnerstag unterschreiben sollen, aber alles hat sich verschoben. Ich bin so geschockt.» 

Der Sarg Astoris wird vor den Augen tausender Fans in die Kirch gebracht.

Der Sarg Astoris wird vor den Augen tausender Fans in die Kirch gebracht.

Zur Beerdigung des erst 31-Jährigen kamen neben seiner Familie und Freunden auch tausende Fans, die zum Teil schon drei Stunden vor Beginn der Trauerfeier vor der Santa Croce-Kirche standen. Die Menschenmenge applaudierte mehrmals langen. Auf Schildern war «Addio Capitano», «Tschüss, Kapitän», zu lesen. Flaggen des Clubs wurden geschwenkt und auch vor dem Stadion, an dem der Leichenwagen langsam vorbeifuhr, hatten sich tausende Fans versammelt.

Zur Trauerfeier kamen auch Auch Torwartlegende Gianluigi Buffon, der zuvor bereits einen Brieg auf Instagram veröffentlichte. «Vor allem dein kleines Mädchen verdient es, zu wissen, dass ihr Vater in jeder Hinsicht eine perfekte Person war ... eine großartige, perfekte Person...»  Astori und seine Lebensgefährtin, TV-Star Francesca Fioretti, waren vor zwei Jahren Eltern der kleinen Vittoria geworden.

«Du warst der beste Ausdruck einer alten, überholten Welt, in der Werte wie Selbstlosigkeit, Eleganz, Bildung und Respekt die Leitlinien waren. Herzlichen Glückwunsch, Du warst einer der besten Sportsmänner, auf die ich gestoßen bin», so Buffon.

Auch der Trainer von Rekordmeister Juventus Turin, Massimiliano Allegri und der frühere Bürgermeister von Florenz und Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi waren anwesend.

Gianluigi Buffo an der Beerdigung Davide Astoris.

Gianluigi Buffo an der Beerdigung Davide Astoris.

An den vier Champions-League-Spielen, die am Dienstag und am Mittwoch ausgetragen wurden, gab es jeweils eine Schweigeminute für den verstorbenen Spieler.

Schweigeminute vor Champions-League-Achtelfinal: Liverpool-Porto

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Schweigeminute vor Champions-League-Achtelfinal: Manchester City - FC Basel

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