Vor zwei Jahren war die Affiche Köniz Old Boys jene vom grossen Köniz gegen das kleine OB. In der letzten Spielzeit war dies genau umgekehrt, die ambitionierten Berner spielten gegen den Abstieg, die Basler waren vorne dabei. Die diesjährige Ausgabe der Partie vom Samstag kann man schon beinahe dem Abstiegskampf zuordnen, wobei sich Köniz nun wohl endgültig aus diesem verabschiedet hat.

Für die Gelbschwarzen ist die Ausgangslage nun jedoch so prekär, wie schon lange nicht mehr. Die 0:3-Niederlage auf dem Berner Liebefeld bedeutet für OB weiterhin den vorletzten Platz, zwei Punkte hinter dem rettenden Platz 14.

Eine entscheidende Szene des Spiels ereignete sich genau 20 Sekunden nach Anpfiff der zweiten Hälfte: Limanaj spielte einen schlechten Pass auf Lopes, der den Ball in Bedrängnis nach vorne drosch, via Naili und Kasai gelang die Kugel zum pfeilschnellen Miani, der sauber zum 1:0 abschloss. Dies war ein Schlag ins Gesicht, «denn in der ersten Halbzeit war die Partie ausgeglichen, beide Mannschaften hatten ähnliche Spielanteile», erklärte OB-Kapitän Onur Akbulut.  

«Drei Cupspiele bleiben»

Eine knappe Viertelstunde nach dem 1:0 erhöhte Philippe Schubert für Köniz; der zentrale Mittelfeldspieler traf nach einem Eckball aus einem gefühlten halben Meter per Kopf. Zu guter Letzt traf noch der eben erst eingewechselte Guto per Konter zum 3:0. Die Old Boys haben nun drei restliche Partien, in denen es mit Bavois und YF Juventus auch zwei direkte Konkurrenten zu bezwingen gilt.

Akbulut ist sich der Ausgangslage bewusst: «Wir haben nun drei Finalspiele, das sind für uns drei Cupspiele.» In den letzten Jahren konnten die Basler den Kopf immer aus der Schlinge ziehen, dieses Jahr dürfte es enorm schwierig werden. Auch weil OB in der Rückrunde in zehn Spielen nur deren eines gewinnen konnte. Die nächste Gelegenheit bietet sich am kommenden Samstag gegen die U21 des FC Sion (16.00, Schützenmatte).