Baselbieter Team-Orientierungslauf

1300 Sportler, darunter viel Prominenz, erreicht beim Team-OL das Ziel

Den regierungsrätlichen Dreikampf entschied Regierungspräsident Urs Wüthrich-Pelloli, unterstützt von Thomas Beugger und Claude Janiak, zu seinen Gunsten. Foto: ZVG

Den regierungsrätlichen Dreikampf entschied Regierungspräsident Urs Wüthrich-Pelloli, unterstützt von Thomas Beugger und Claude Janiak, zu seinen Gunsten. Foto: ZVG

An der 61. Austragung des Baselbieter Team-OL in Sissach beteiligten sich insgesamt 460 Teams. Die Herausforderung, einen Teil der Kontrollposten im Wald und den einen Teil im Dorf anzulaufen, meisterten fast alle Teams ohne grössere Probleme.

Der Baselbieter Team-Orientierungslauf wurde auch in seiner 61. Austragung seinem Status als grösster kantonaler Breitensportanlass vollauf gerecht. Mehr als die Hälfte der 460 teilnehmenden Teams starteten in den Kategorien Sie + Er und Familien. Am Start waren rund 1300 Sportlerinnen und Sportler aller Alterskategorien. So starteten Kinder mit Jahrgang 2013, die in der Kategorie Trail-O von Vater oder Mutter im Kinderwagen transportiert wurden. Die beiden ältesten Teilnehmer waren die 83-jährigen OL-Routiniers André Gysin (Frenkendorf) und Ernst Messerli (Itingen), die zusammen mit Paul Schlumpf (Ziefen) gesamthaft auf 240 Altersjahre kommen. Sie erreichten in der Kategorie H 180 den zweiten Rang.

25-köpfiges OK

Organisiert wurde der OL vom Sportamt Baselland, unterstützt von einem 25-köpfigen Organisationskomitee und 80 freiwilligen Helferinnen und Helfern. Aus organisatorischer Hinsicht klappte alles bestens, wie Laufleiter Christian Saladin nach dem Anlass erfreut mitteilen konnte. Nachdem es am Vormittag geregnet hatte, zeigte sich gegen Mittag auch die Sonne über Sissach. Speziell in diesem Jahr war, dass der Orientierungslauf erstmals in zwei unterschiedlichen Gebieten und mit zwei verschiedenen OL- Karten durchgeführt wurde.

Halb Wald, halb Dorf

Der erste Teil führte durch den Wald im Gebiet Sissacherfluh. Als Hilfsmittel stand die OL-Karte Sissacherfluh mit Masstab 1:10’000 zur Verfügung. Am Waldrand erfolgte der Wechsel auf die Dorfkarte von Sissach (Masstab 1:4’000), damit die restlichen Posten bis ins Ziel in der Begegnungszone angepeilt werden konnten. Die beiden Bahnleger Christian Hanselmann und Michael Granacher hatten sehr interessante Laufanlagen zusammengestellt, welche einerseits die OL-Routiniers herausforderten und andererseits die von weniger routinierten Orientierungsläuferinnen und Orientierungsläufer aber gut gemeistert werden konnten.

Kreuz und quer durch den Wald

Jedenfalls würdigten die Teams nach dem Zieleinlauf die Bahnen. Zu hören war, dass im Wald sicheres Kartenlesen auf den Routen quer durch den Wald der Schlüssel zum Erfolg war. Und im Dorf, wo alle 20 bis 30 Sekunden ein Posten anzulaufen ist, war wichtig, bis zum letzten Posten konzentriert zu bleiben.

Prominente Politikerinnen und Politiker am Start

Unter den Teilnehmenden waren auch einige prominente Persönlichkeiten. Nationalratspräsidentin Maya Graf meisterte mit ihren Kolleginnen Esther Maag und Elisabeth Augstburger die anspruchsvolle Bahn der Seniorinnen, die «über den Berg» führte. Im Ziel fehlten dem Trio nur gerade drei Sekunden zum Gewinn der Bronzemedaille.

Regierungspräsident sichert sich den Dreikampf

Den regierungsrätlichen Dreikampf entschied Regierungspräsident Urs Wüthrich-Pelloli zu seinen Gunsten. Dank einem fehlerfreien Schlussteil durch die Gassen von Sissach konnte der OK-Präsident zusammen mit Ständerat Claude Janiak und Sportamtleiter Thomas Beugger neun Sekunden Vorsprung auf das Team von Regierungsrat Thomas Weber, mit seinem Sohn Philipp und Nadine Stampfli gestartet, über die Ziellinie retten. Auf Grund einer suboptimalen Route zu Posten vier benötigte das Team von Regierungsrat Isaac Reber mit Landrat Klaus Kirchmayr und Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank, etwas länger Zeit bis ins Ziel.

Sieger bei der Elite

Auf der kartentechnisch anspruchsvollen Elitebahn setzte sich bei den Männern Benjamin Misteli, Jannis Schönleber und Janik Pfister durch. Bei den Frauen waren Ursina Dürrenberger, Ursina Ernst und Mylène Sunier das schnellste Elite-Team.

Zufriedene Gesichter im Ziel

Nach dem Zieleinlauf waren fast durchwegs glückliche und zufriedene Sportlerinnen und Sportler zu sehen. Über ihre gewonnene Medaille freuten sich alle erfolgreichen Teilnehmenden der Kategorie Trail-O, die einerseits für Menschen mit einer geistigen Behinderung und andererseits für Familien mit Kleinkindern angeboten wird.

Nächstes Jahr drei Wochen früher

Der 62. Baselbieter Team-Orientierungslauf wird nächstes Jahr drei Wochen früher wie üblich stattfinden. Der Anlass wird in ein grosses OL-Wochenende in Liestal eingebettet werden. Am 4./5. Oktober 2014 werden in Liestal parallel das Weltcup-Finalwochenende, zwei nationale Orientierungsläufe und der Baselbieter Team-OL ausgetragen. Dadurch erhalten die Teilnehmenden des Baselbieter Team-OL die Gelegenheit, nach ihrem Lauf die OL-Welt-Elite am Weltcup-Finallauf durch das Liestaler Stedtli mitzuerleben. (TB)

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