Fussball
2:0 für den Favoriten: Binningen stoppt Pajdes Höhenflug

Der SC Binningen gewinnt das 2.-Liga-Spitzenspiel gegen NK Pajde mit 2:0 und kann die Aufstiegsfeier planen. Fumagalli brachte die Gäste in der 48. Minute auf die Siegerstrasse, ehe Biafora in der 86. Minute für klare Verhältnisse sorgte.

Nicolas Bieri
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Pajdes Höhenflug gestoppt: Torhüter Luca Rombaldoni und Teamkollege Samuel Haas (in Weiss) schirmen Binningens Francesco Biafora mit Müh und Not (r.) ab.

Pajdes Höhenflug gestoppt: Torhüter Luca Rombaldoni und Teamkollege Samuel Haas (in Weiss) schirmen Binningens Francesco Biafora mit Müh und Not (r.) ab.

Giuseppe Esposito

«Wir sind uns der Situation bewusst», sagte Spielertrainer Dejan Rakitic vor dem Spiel. Die Mehlemer hofften auf ihre heissblütigen Fans, welche gemäss Rakitic «eine zusätzliche Motivationsspritze» sein sollten. Heissblütig wurde es dann tatsächlich, aber mehr auf, als neben dem Platz.

Binningen kam besser ins Spiel und versenkte den Ball nach einem Freistoss in der 12. Minute bereits im Netz. Torschütze Werder stand dabei aber im Abseits, weshalb das Tor korrekterweise aberkannt wurde. In der Folge entwickelte sich auf dem schwer bespielbaren Terrain ein eher mässiges Spiel. Viele technische Unzulänglichkeiten nahmen immer wieder den Spielfluss aus der Partie, was bis auf eine Pajde-Chance kurz vor der Pause nur wenige Höhepunkte zuliess.

Nach der Pause dann gleich der Paukenschlag: Ähnlich wie beim aberkannten Treffer zu Beginn war wieder ein Freistoss Ursprung, welchen Fumagalli wenige Meter vor dem Tor nur noch einzuschieben brauchte. Die Führung gab Binningen nun Auftrieb. Ademaj tauchte nur Minuten später vor dem Pajde-Gehäuse auf, vergab die beruhigende 2:0-Führung aber fahrlässig.

Dann eine heikle Szene für Schiedsrichter Bally: Spitz liess sich im Binninger-Strafraum nach einer Drehung fallen. Vehement forderten Zuschauer und Pajde-Spieler einen Elfmeter. Zur Empörung aller schickte der gut pfeifende Schiedsrichter den verdutzten Spitz wegen einer Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz. Wie so oft, war dies der benötigte Weckruf für die benachteiligte Elf.

Pajde kam nun gleich zu mehreren hochkarätigen Ausgleichschancen. Allen voran Misic, der nach einem schnell ausgeführten Freistoss völlig frei auf Torhüter Rombaldoni ziehen konnte. Anstatt mit Gefühl versuchte er es aber mit Gewalt und scheiterte so am herausstürmenden Torhüter. In dieser Phase des Spiels konnte sich Binningen das eine oder andere Mal bei Fortuna bedanken, dass sie ihren Vorsprung zu halten vermochten.

Das aus einem Konter entstandene 2:0 durch Biafora war dann nur noch Resultatkosmetik. «Super! Heute darf es bestimmt einmal ein Bierchen mehr sein!», freute sich Binningen-Trainer Burger nach dem Spiel, warnte aber gleichzeitig vor falscher Sicherheit: «Wir haben noch drei Spiele zu bestreiten.» Mit den Abstiegskandidaten Münchenstein und Black Stars steht den Blau-Weissen aber ein machbares Restprogramm bevor. «Angeschossene Rehe sind bekanntlich die gefährlichsten», meint Burger darauf angesprochen. Am Aufstieg des 2.-Liga-Platzhirsches zweifelt nach diesem Sieg trotzdem keiner mehr.