Super League

3:0-Sieg in Lugano: Der FCB ist zurück auf der Siegerstrasse

Grund zum Jubeln: Der FCB gewinnt in Lugano mit 3:0.

Grund zum Jubeln: Der FCB gewinnt in Lugano mit 3:0.

Nach zwei sieglosen Liga-Spielen gewinnt der FC Basel bei Lugano 3:0 und geht erfolgreich in die letzte Nati-Pause des Jahres.

Ganz am Schluss, als auch die Ersatzspieler noch ihre Meter gemacht haben, die Stammkräfte schon in der Kabine oder gar im Bus sind, da steht Marcel Koller vor die Medien. Er sinniert über den Mond, den man hinter dem Berg sieht und spricht über das überraschend kalte Wetter im Tessin. Er wirkt unbeschwert. Und hat auch allen Grund dazu. Eben hat seine Mannschaft sehr souverän 3:0 gewonnen. In Lugano und nach einem fordernden Spiel vom Donnerstag, das an den Kräften gezehrt hat.

Zuletzt hatte sich der FC Basel in der Liga schwer getan, wenn er unter der Woche europäisch aufgetreten ist. Dieses Mal aber nicht. Gegen vor allem in der ersten Halbzeit erschreckend teilnahmslose Luganesi können die Basler mühelos befreit aufspielen. Weil Lugano kaum Gegenwehr bietet, geht der FCB bereits in der zwölften Minute durch Kemal Ademi in Führung. Der Stürmer schliesst nach einem Pass in den Rückraum von Valentin Stocker ab. Ähnlich sieht es auch zwanzig Minuten später aus, als Fabian Frei ebenfalls einen Pass in den Rückraum - dieses Mal von Raoul Petretta - zum 2:0 im Tor unterbringt. Der FCB führt verdient und diskussionslos. Lugano hingegen kann nie Gefahr ausstrahlen.

Gezeigt was gefordert war

Nach der Pause wird der Gastgeber zwar etwas mutiger, wirklich gefährlich wird es aber selten. Und wenn, dann hext Jonas Omlin wie in der 83. Minute oder blockt Silvan Widmer Sekunden später. Die Basler suchen in Durchgang 2 noch immer konsequenter den dritten Treffer als Lugano den ersten und finden ihn schliesslich in der 94., als der eingewechselte Arthur Cabral einen Konter vollendet. «Die Tore waren schön herausgespielt», lobt Koller nach dem Abpfiff seine Spieler.

Vor allem über das gezeigte im ersten Durchgang erfreut sich der FCB-Trainer. Sehr stark sei die erste Halbzeit gewesen, «und sie haben gezeigt, was wir sehen wollten: ein konzentriertes, aggressives Spiel und nach vorne präzise», so Koller. Dass Durchgang zwei etwas schwächer war, schmälert die Tatsache nicht, dass die gestrige Darbietung des FCB gut war. Oder wie Koller und Raoul Petretta es unisono bezeichnen: eine abgeklärte Leistung. Nach zwei eher durchzogenen Ligaspielen haben die Basler also wieder ihren Weg gefunden und sind zurück auf der Siegerstrasse. Das Cornaredo ist für den FCB ohnehin ein gutes Pflaster: Seit der Saison 2000/01 oder seit fast 19 Jahren haben die Basler hier kein Spiel mehr verloren.

Immer noch Zweiter, endlich wieder Pause

Für das ganz grosse Glück reicht es am Ende aber nicht. Heisst: Trotz 3:0-Sieg ist der FCB nicht Leader, weil YB im Spitzenspiel gegen St. Gallen spektakulär und nach zweimaligem Rückstand doch noch zu einem 4:3-Sieg kommt. Nach 14 gespielten Runden hat Basel aber nur ein Pünktchen Rückstand auf YB. So geht der FCB mit einem guten Gefühl in die am heutigen Montag beginnende Nati-Pause.

Es ist der letzte Unterbruch des Liga-Alltags in diesem Jahr. Koller sagt: «Wir sind froh, dass die Pause da ist. Wir brauchen das einfach, damit wir regenerieren und abschalten können. Ich selber auch.» Auch deshalb hat Koller seiner Mannschaft heute frei gegeben. Auch er werde für einmal nicht arbeiten und an Fussball denken. Und das mit gutem Grund: Der FCB-Coach wird heute 59 Jahre alt. Das erste Geschenk hat ihm seine Mannschaft gestern Abend mit dem Sieg im Tessin bereits überreicht.

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