J+S Turnier
41. J+S Turnier 2017: Für die Starwings Nachwuchsteams ein voller Erfolg

Es ist das älteste, und zugleich auch grösste, Nachwuchs-Turnier des Landes. Seit über vier Jahrzehnten organisiert der Traditonsverein CVJM Birsfelden diesen Grossanlass, der auch gleichbedeutend mit der letzten Turniervorbereitung auf die neue, kommende Basketball-Saison ist.

Georges Küng
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Michel Donati, Turnier-Mitorganisator, ex-Nationalliga-B-Topskorer und neues Starwings-Vorstandsmitglied, führte als Trainer die U11 der «Wings» zu einem überlegenen Sieg.

Michel Donati, Turnier-Mitorganisator, ex-Nationalliga-B-Topskorer und neues Starwings-Vorstandsmitglied, führte als Trainer die U11 der «Wings» zu einem überlegenen Sieg.

Zur Verfügung gestellt

Am Wochenende vom 09.09./10.09.2017 waren es 458 Jugendliche, im Alter von sechs bis 20 Jahren, swwie zahlreiche Be­sucher, welche die Sporthalle Birsfelden in ein veritables Tollhaus verwandelen.

In fünf Ka­tegorien (U11, U13, U15, U17 und U20) haben 40 Teams guten Nachwuchsbasketball ge­zeigt – und aufgezeigt, dass diese weltweit populäre Sportart auch in der alemannischen Schweiz, und speziell in der Nordwestschweiz, boomt.

Man entdeckte jüngste Ballvirtuosen (wie bei der U11 der Starwings) und hartumkämpfte Spiele in der ältesten Kategorie (U20), wo einige Akteure bereits über Erfahrungen in Na­tionalligen verfügen. Aus der Sicht des Gastgebers war das Ergebnis sehr erfreulich. In al­len Kategorien, bei denen die Starwings mitspielten, belegten sie die Plätze 1 oder 2.

Es bleibt viel zu tun

Einer der vielen Höhepunkte war die erste Testpartie der Starwings gegen Union Neuchâtel. Und da konnten die «Wings» nicht verbergen, dass sie erst seit einer Woche im Training sind, während die Romands schon seit drei Wochen die Vorbereitungen aufge­nommen haben. Dass die Gäste de facto eine komplette Profi-Mannschaft (ganz im Ge­gensatz zum Birstaler Kombinat) sind, sei auch noch erwähnt.

«Trotz der Niederlage bin ich grösstenteils zufrieden. Natürlich fehlen die Automatismen und die neue Mannschaft braucht Zeit, bis sie sich finden wird. Aber es waren gute Ansät­ze zu erkennen», so Cheftrainer Roland Pavloski nach der klaren 64:89 (29:42).

Spielma­cher Petar Babic deutete an, dass er einst Basket auf höchstem Niveau gespielt hatte (al­lerdings hatte der Kroate schnell drei Fouls und musste sich dann in der Defensive zurück­halten), während A.J. Hess gute Ansätze zeigte, aber mit einer ungenügenden Wurfquote (zwei von neun Dreiern) aufwartete.

Und bei Center Nemanja Calasan merkte man, dass er als neuer U17-Trainer der Starwings bereits zwölf Stunden am Samstag im Einsatz ge­standen hatte und nicht sein gewohntes Rendement erreichte.

Gredy wusste zu gefallen

Einen guten Einstand hatte dafür Guillaume Gredy. Der Zuzug aus Boncourt erzielte feine acht Zähler und darf sich berechtigte Hoffnungen machen, beim Birstaler Kombinat jene Spielzeit und Rolle zu erhalten, die er im Jura nie erhalten hat.

Union, das vorerst nur mit drei ausländischen Profispielern agieren wird, stellte jene kom­pakte Equipe dar, die mit um den Meistertitel kämpfen wird.

Neben drei US-Profis (Spencer Parker, Tayloe Taylor und André Williamson) die allesamt zweistellig punkteten, spielen bei den Neuenburger drei Nationalspieler Cédric Mafuta, David Ramseier und Bri­an Savoy, die den Unterschied ausmachen können.

Und mit dem Franzosen Mikaël Ma­ruotto, der als Schweizer gilt, verfügt Neuchâtel über ein Septett, das in dieser Breite keine nationale Konkurrenz zu fürchten braucht.

Telegramm

Starwings – Union Neuchâtel 64:89 (29:42)

Sporthalle Birsfelden. – 130 Zuschauer. – S R: Hjartarson/Chaby/Cid

Starwings: Babic (11), Herrmann, Hess (14), Gredy (8), Calasan (11); Schoo (12), Kostic (4), Dev­cic, Streich (4).

Neuchâtel: Savoy (9), Taylor (11), Maruotto (10), Ramseier (11), Williamson (16); Parker (15), Co­lon (8), Monteiro (5), Osmanaj, Martin (4).

Bemerkungen: Starwings ohne Captain Verga (verletzt). - Neuchâtel ohne Fongué (abwesend) und Mafuta (verletzt). - Viertelsresultate: 12:17, 17:25 (29:42); 12:23 (41:65) und 23:24 (64:69).