xdEs deutete sich früh an, wurde dann (unnötig) spannend und war letztlich doch eine klare Sache. Die klassische Achterbahnfahrt der Gefühle. Der Reihe nach. Nach dem 10:8-Sieg in der best-of-3-Serie der NLA-Playoffs hatte der WSV Basel im zweiten Spiel beim SC Winterthur die Trümpfe in der Hand. Die Gäste fackelten nicht lange und zogen im ersten Viertel bereits mit 3:0 davon. Winterthur wirkte ratlos und überfordert. Die Vorentscheidung lag in der Luft.

Doch die Zürcherinnen rappelten sich auf, tasteten sich mit drei Toren im zweiten Viertel wieder an Basel heran – 3:3. Danach zog der WSV die Zügel wieder an und setzte sich wieder mit 6:3 ab. Aber erneut schaffte es die Mannschaft von Robert Jobst nicht, den Sack endgültig zuzumachen. «Wir waren nervös», gestand der Coach nach dem Krimi. Winterthur kam wieder auf 5:6 heran und der Ausgang der Final-Serie war wieder offen. Am Ende war es dann «die Erfahrung, die den Unterschied zwischen den beiden Teams machte», sagte Basels Teamcaptain Nathalie Mäder. Im vierten Abschnitt spielte der Favorit den Sieg locker herunter und sorgte mit dem 8:5-Schlussresultat für klare und verdiente Verhältnisse.

Damit krönen sich die Baslerinnen nach acht Jahren Durststrecke zum Schweizer Meister. Bereits zum neunten Mal. Vielleicht wird mit diesem Erfolg ja wieder an die goldenen 90er-Jahre angeknüpft. (JBU)