Auf den ersten Blick ist Mario Thürig der klare Favorit. Nach vier Siegen bei vier Starts in diesem Jahr spricht alles für ihn. Aber der 29-jährige Möriker gewann bisher lediglich Vorbereitungswettkämpfe. An Kranzfesten bläst ein anderer Wind. Ebenso stark einzustufen ist Christoph Bieri. Der 28½-jährige Untersiggenthaler gewann in dieser Saison zwar erst den Bad-Schwinget in Wolhusen. Aber er war in den letzten Jahren erfolgreicher als Thürig. Für den Möriker spricht die jüngste Entwicklung. Nach zahlreichen Verletzungen konnte er im vergangenen Winter endlich wieder eine Saison beschwerdefrei aufbauen.

Dritter Anwärter auf Siegermuni «Arbogast» ist der Berner Gast Willy Graber. Der Mittelländer «Eidgenosse» zeigte allerdings in dieser Saison bisher schwankende Leistungen. Mit seiner gefürchteten Bodenarbeit ist er aber in der Lage, selbst Bieri oder Thürig in Schwierigkeiten zu bringen. Der vierte eidgenössische Kranzschwinger stammt aus den Solothurner Reihen. Für Remo Stalder vom Schwingklub Mümliswil gehts nach dem Aufstieg in Burgdorf zu den «Bösen» darum, sich auf diesem Level zu etablieren.

Lob für Einteilung

Wettkampfleiter und Einteilungschef Meinrad Spiess hat die Spitzenpaarungen für den ersten Gang in Muttenz bereits bekannt gegeben. Thürig trifft im einzigen «Eidgenossenduell» auf Stalder. Bieri bekommts mit dem Fricktaler Brocken Jürg Mahrer zu tun. Der aktuelle Baselbieter Leader Michael Gschwind steigt gegen Graber in die Zwilchhosen. Weil der organisierende Schwingklub Muttenz sein 75-jähriges Bestehen feiert, dürfen am Baselbieter Fest nebst dem Schwingklub Worblental auch Innerschweizer Gäste von der befreundeten Schwingersektion Beckenried antreten. So steht der Metzerler Christian Brand im ersten Gang Simon Zimmermann gegenüber, und der Pratteler Cedric Huber kann seine gute Form gegen Alexander Vonlaufen unter Beweis stellen.

Für einen Baselbieter Sieg brauchts einen Exploit

Freude an dieser Einteilung hat der Technische Leiter des nordwestschweizerischen Verbandes, Stefan Strebel: «Die starken Gäste treffen alle auf Baselbieter Schwinger. So soll es sein.» Als Favoriten sieht er Mario Thürig, der «topzwäg» sei. Meinrad Spiess seinerseits sagt, der Tagessieg in Muttenz laufe wohl über Thürig, Bieri und Graber. «Unsere besten Schwinger befinden sich hinter der Spitze. Für einen Baselbieter Sieg brauchts einen Exploit.»

Das Anschwingen auf dem Festplatz beim Schulhaus Margelacker beginnt um 8.15 Uhr. Der Schlussgang ist um 16.30 Uhr fällig.