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Ab auf die Insel: Albian Ajeti wechselt zu West Ham

Albian Ajeti bei seinem letzten Einsatz für den FCB im Spiel gegen PSV Eindhoven.

Albian Ajeti bei seinem letzten Einsatz für den FCB im Spiel gegen PSV Eindhoven.

Der Wechsel von Albian Ajeti zu West Ham United ist fix. Es fehlt nur noch die Bestätigung des FC Basel.

«Abwesend» steht über Albian Ajetis Name auf dem Matchblatt. Abwesend für das Spiel gegen den LASK von gestern Mittwochabend. Aber Albian Ajeti wird in Zukunft noch öfters abwesend sein, wenn der FC Basel spielt. Egal, ob dann der Gegner Linz, Thun oder Sion heisst. Denn Albian Ajeti wird den FC Basel verlassen. Definitiv.

Der 22-jährige Stürmer wechselt auf die Insel zu West Ham United. Was sich in den letzten Tagen langsam abgezeichnet hatte, ist nun konkret. Zwar fehlt noch die offizielle Bestätigung des FC Basel. Dieser wollte vor dem so wichtigen Spiel gegen Linz nicht den Fokus auf Ajetis Wechsel lenken. Präsident Bernhard Burgener sagte im Vorfeld des Spiels bei Teleclub auch, «dass noch nichts unterschrieben ist. Geben sie uns noch Zeit bis morgen.» Oder wie es Marcel Koller sagt: «Wenn es fix ist, werden wir kommunizieren.» Das wird heute der Fall sein.

Der FC Basel hat ein Angebot des Premier-League-Klubs angenommen. Mit allen Bonuszahlungen beläuft sich die Ablöse auf 12 Millionen Franken. Ausserdem hat sich der FCB wie bei früheren Verkäufen eine Beteiligung bei einem Weiterverlauf Ajetis gesichert. Dies berichtet der «Blick» gestern.

Ein kaum kompensierbarer Verlust

Für den FC Basel ist der Verkauf Ajetis ein immenser Verlust. Ajeti hat in dieser Saison bereits vier Skorerpunkte in nur drei Spielen gesammelt. Letzte Saison war er Topskorer beim FCB mit 32 Skorerpunkten. In der Saison zuvor gar Torschützenkönig der Super League. Nicht nur wegen diesen Zahlen, sondern auch aufgrund seiner Spielanlage wird Ajeti dem FCB fehlen. Seine Wasserverdrängung, seine Physis und sein Ballabschirmen sind in diesem Kader einzigartig. Ajeti zu ersetzen - vor allem mit den vorhandenen Spielern - ist kaum bis nicht möglich. Ihn jetzt zu verlieren kann mitentscheidend sein auf dem Weg in die Champions League.

Für Ajeti hingegen macht der Transfer Sinn. Dass er weg wollte, war schon länger klar. Er kokettierte letzte Saison wegen Differenzen mit Koller bereits mit einer Leihe, letzte Woche zog er ernsthaft einen Wechsel zu West Bromwich in Englands zweiter Liga in Betracht. Jetzt aber wird er in der Premier League spielen, der besten Liga der Welt.

Die Hammers haben nur zwei Stürmer im Kader, die Konkurrenz damit überschaubar. Es ist sein zweiter Versuch im Ausland nach der Zeit bei Augsburg. Dieses Mal dürfte es aufgehen. Es ist ein verständlicher, richtiger Schritt aus seiner Sicht. Und für den FCB eine Abwesenheit, die mehr ist als nur eine Randnotiz auf dem Matchblatt.

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