FC Basel
Abnützungskampf im Spitzenspiel: Basel und St. Gallen trennen sich leistungsgerecht mit 0:0

Intensives Spitzenspiel in der Ostschweiz: Das drittklassierte St. Gallen empfing den Leader aus Basel - und forderte dem FCB alles ab. Der FCB hielt trotz erschöpfender Wochen dagegen. Weil am Ende niemandem der Siegtreffer gelingen will, gehen die Teams mit einer leistungsgerechten Punkteteilung in die Nati-Pause.

Julian Förnbacher
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Super League, 10. Runde, St. Gallen - FC Basel
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Nicht selten kochten dabei die Emotionen hoch, die beiden Mannschaften wollten sich beide keine Punkte zugestehen.
Jordi Quintilla (r.) und der Basler Haufen: Die starken St. Galler beschäftigten die Basler Abwehr mehrmals am heutigen Abend.
Ein Luftduell ohne klar ersichtlichen Sieger: Ermedin Demirovic (2.v.l.) kämpft mit Arthur Cabral (2.v.r.) um den Ball.
Luca Zuffi (M.) wird gleich von zwei St. Gallern in Beschlag genommen, gegen die starken Gastgeber in Grün hat der FCB einen schweren Stand.
St. Gallens Miro Muheim (r.) muss heute leiden, immer wieder wird der Spieler grob gefoult.
Hier trifft es allerdings für einmal Miro Muheim (l.), FCB-Spieler Silvan Widmer (r.) kennt kein Erbarmen.
Boris Babic ist alles andere als zufrieden mit sich und seiner Leistung. Gleiches dürfte auch für den FCB gelten. Wie sagt man so schön: Ein Tor würde dem Spiel gut tun.
Ein ganz harmloser Zweikampf? Basels Taulant Xhaka (l.) tut alles, um Ermedin Demirovic und seine St. Galler im Zaun zu halten.
Die beiden Teams gehen nach 45 Minuten ohne Tore in die Kabine.
Für die Highlights sorgen in der ersten Halbzeit die Ostschweizer, die vor heimischer Kulisse sehr selbstsicher auftreten.
Den Ball haben beide fest im Visier: Raoul Petretta (l.) und Lukas Goertler schenken sich nichts.
Mit St. Gallens Victor Ruiz Abril (M.) ist offenbar nicht gut Kirschen essen. Im brisanten Laufduell hat Silvan Widmer (r.) deutlich das Nachsehen.
Schiedsrichter Stephan Klossner (r.) kennt keine Gnade mit FCB-Verteidiger Emil Bergstroem (M.) - da hilft auch jammern nichts.
Eine Rudelbildung sorgt für noch mehr Knatsch. Da muss selbst FCSG-Trainer Peter Zeidler (r.) eingreifen und die Gemüter beruhigen.
Noah Okafor (l.) stützt sich mit hundert Sachen in das Duell gegen St.Gallens Leonidas Stergiou. Gebracht hat dies aber wenig, noch immer wartet seine Mannschaft auf ein Tor.
Basel bekundet Mühe gerade in der Startphase gegen das starke St. Gallen.
Der Gast kommt nach 20 Minuten zwar besser in die Partie, findet in der ersten Halbzeit jedoch kein Mittel, um St.Gallen-Keeper Dejan Stojanović zu bezwingen.
Während die Zuschauer schon von Beginn an voll mit dabei sind, brauchen die Spieler auf dem Platz deutlich länger, um mit der Partie warm zu werden,
Nebst den Spielern sind auch die Fans heiss auf die Partie im Kybunapark.

Super League, 10. Runde, St. Gallen - FC Basel

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Das Spiel: Mutige St. Galler verlangen dem Leader alles ab

Der Aufwärtstrend der letzten Wochen macht dem Team von Peter Zeidler Mut. der FCSG macht dem Leader aus Basel ab der 1. Spielminute klar, dass er im prall gefüllten heimischen Kybunpark keine Geschenke verteilen wird. Der FCB hat mit der engagierten Spielweise der Espen grosse Mühe. Kein Wunder - hat der FCB doch mehrere englische Wochen in den Beinen und kehrte erst am Freitag von der Europa-League-Reise nach Trabzon zurück.

Angesichts dieser Voraussetzungen macht das Team von Marcel Koller seine Sache ordentlich, agiert auffällig räsoniert. Der Leader teilt sich seine Kräfte ein, lässt die St. Galler gewähren - bis kurz vor dme Tor. Dort macht der FCB den Laden weitestgehend dicht, Jonas Omlin sieht sich nur selten mit wirklich gefährlichen Abschlüssen konfrontiert.

Am Ende hat Basel beinahe den längeren Atem: Durch Zuffi und Ademi hat der FCB in der Schlussphase zweimal beinahe die Gelegenheit, die Punkte aus der Ostschweiz zu entführen. am Ende reicht es nicht mehr - und es bleibt beim 0:0. Eine leistungsgerechte Punkteteilung in einem spiel, dass das Label "Spitzenkampf" absolut verdiente.

Der Beste: Omar Alderete

Obwohl St. Gallen rennt und powert lässt der FCB kaum einmal grössere Gefahr entstehen. Das ist auch der Verdienst von Omar Alderete: Der Paraguayer zeigt, wie schon gegen Ttrabzonspor, eine abgeklärte Leistung und mausert sich immer mehr zum Abwehrchef im Team von Marcel Koller. Anders als seine Kollegen im Defensivverbund - Bergström und der später für ihn eingewechselte Cömert - muss er auch nicht zu gröberen Fouls greifen, um die St. Galler im Griff zu haben.

Das gab zu reden: Basel-Schreck Itten bleibt für einmal blass

Seine Personalie war in den Tagen vor dem Spitzenkampf die meist diskutierte: Cédric Itten. Der ehemalige Basler Junior, der beim FCSG nun so richtig durchstartet - und dabei mit Vorliebe gegen seinen Ex-Verein trifft. Im Hinspiel in Basel schoss Itten seinen Stammverein mit einem Doppelpack ab. Heute muss er lange mit der Bank vorlieb nehmen, kommt dann in der Schlussphase rein. Dort kann er allerdings nicht mehr zum Matchwinner werden.

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