Die Vorfreude an diesem Sonntagabend war riesig. Wie immer, wenn die Eagles auflaufen, war die 3-fach-Halle in Oberdorf proppenvoll. Zu Gast auch kein Geringerer als Floorball Köniz mit seinem Top-Star Emanuel Antener. Der derzeit wohl beste Schweizer Unihockey-Crack war in der vergangenen Saison sowie auch an der Heim-WM im Dezember Torschützenkönig geworden. Entsprechend gespannt war man in Waldenburg auf seinen Auftritt. Am Ende liess sich Antener zwei Tore und diverse Assists gutschreiben und fiel ab und an mit kecken «No-Look»-Pässen auf.

Gute Defensivarbeit

Die Eagles starteten gut ins Spiel. Zwar lag man bereits nach drei Minuten im Hintertreffen, die Defensivarbeit gegen das Powerplay der Gäste funktionierte aber gut. Den ersten Ansturm überstanden, schalteten die Eagles zwei, drei Mal selbst auf Offensive. Just in dieser Phase unterlief Pascal Zähner als letzter Mann ein folgeschwerer Fehler: Er liess einen Rückpass durchrutschen, sodass der in seinem Rücken lauernde Antener alleine aufs Tor ziehen konnte und sich natürlich nicht zweimal bitten liess. «Auf das zweite Tor folgte eine kleinere Schwächephase», analysierte Coach Marco Dietschi nach dem Spiel. In Zahlen ausgedrückt hiess das vier Gegentore in drei Minuten. So stand es nach einer Viertelstunde bereits 0:6 und manch einer in der Halle ahnte Böses.

Stärkste Phase im zweiten Drittel

Zu Beginn des zweiten Drittels – mittlerweile stand es 0:8 – dann die stärkste Phase der Eagles: Gleich zwei Mal zog ein Waldenburger alleine aufs Tor, scheiterte aber entweder am eigenen Unvermögen oder an der starken Gäste-Defensive. Und dann endlich war es soweit: Nach ziemlich genau einer halben Stunde Spielzeit zog Captain Spitteler ab, ein Gewühl vor dem Tor und plötzlich zappelte das Netz. Die zahlreichen Fans hatten ihre hellste Freude am heimischen Ehrentreffer. Wer den Ball zuletzt berührte, blieb unklar. Das Tor wurde offiziell als Eigentor gewertet. «Ob Eigentor oder nicht, das Ding haben wir uns verdient!», freute sich auch Dietschi. Am Ende stand es 1:16 und es blieb die Erkenntnis: «Das war nochmals zwei, drei Klassen besser als wir das können».

Dietschi ist weiterhin zuversichtlich

Mehr als über die Cup-Niederlage ärgerten sich der 1.-Liga-Aufsteiger noch immer über die 3:4-Startniederlage gegen Basel Regio tags zuvor, die genauso gut in die andere Richtung hätte kippen können. Und dennoch: Auch nach zwei Niederlagen am Startwochenende gibt sich Coach Dietschi weiterhin zuversichtlich: «Kopf hoch, der Adler fliegt noch immer.»