Frauenfussball
Aigbogun freut sich auf den ewigen Klassiker

Die Frauen des FC Basel treffen morgen im Cuphalbfinal auf Tabellenführer Zürich (15 Uhr, Heerenschürli Zürich). Dabei versucht die Ex-FCZ- und heutige FCB-Spielerin Eseosa Aigbogun gross aufzutrumpfen.

Jeremy Weill
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Eseosa Aigbogun will gegen ihre Ex-Kolleginnen treffen

Eseosa Aigbogun will gegen ihre Ex-Kolleginnen treffen

Zinke

Wenn die Baslerinnen in dieser Saison noch einen Titel einfahren wollen, muss gegen den FCZ ein Sieg her. Denn das Saisonziel Meistertitel ist nicht mehr ganz einfach zu realisieren. Vor dem Start der Finalrunde belegt der FCB Rang drei in der Tabelle. Trotz der Halbierung der Punkte, beträgt der Rückstand auf Ligakrösus Zürich immer noch sechs Punkte. «Es ist klar, dass wir zur Beginn der Saison mehr wollten», räumt die Spielerin Eseosa Aigbogun ein, die erst im Sommer vom FCZ zu Basel gekommen ist. Die beiden Spiele gegen die Zürcherinnen im Herbst gingen glatt mit 0:4 und 1:4 verloren. «Wir waren einfach nicht bereit genug, aber wir hatten unsere Chance mitzuhalten.»

Aigbogun sucht die Ursache für die Unterlegenheit nicht nur in den beiden deutschen Spielerinnen Sonja Fuss und Inka Grings. Zwar haben beide sowohl mit der deutschen Nationalmannschaft als auch mit ihren bisherigen Vereinen zahlreiche Erfolge feiern können, aber «auch sie haben nur zwei Beine», sagt die 18-jährige Stürmerin. Zürich sei wie Basel eine sehr professionelle Adresse und habe mit Dorjée Tsawa einen guten Trainer. Im Halbfinal soll dies nun anders sein. «Unsere Fans haben hohe Erwartungen und wir haben uns sehr gut vorbereitet.» Zudem erwartet Aigbogun ein sehr schnelles Spiel auf hohem Niveau.

An der WM in Japan

Die Spielerin mit nigerianischen Wurzeln spielte vergangene Woche noch mit der U19-Nationalmannschaft an der EM-Qualifikation in Serbien, wo sie in drei Begegnungen einmal traf. Allerdings hat sich die Schweiz nicht für die EM qualifizieren können. Im Sommer nimmt sie mit der U20-Nati an der WM in Japan teil. Auch in dieser Mannschaft gehört sie zum festen Bestandteil. Wieso Eseosa Aigbogun im Sommer nach Basel gekommen ist, habe keine tieferen Gründe.

«Ich wollte mal etwas Neues sehen und von zu Hause weg.» Zudem habe Basel ein sehr gutes Angebot unterbreitet, welches zum richtigen Zeitpunkt kam. Aigbogun wohnt gemeinsam mit anderen Spielerinnen in einer Wohngemeinschaft und absolviert neben den zahlreichen Trainings mit dem FCB noch eine kaufmännische Ausbildung. Was sie mit dem Fussball alles noch erreichen will, kann sie jetzt noch nicht sagen. Einerseits will sie mit dem FCB diese Saison noch das Beste herausholen, andererseits freut sie sich auf die WM mit der U20 in Japan, «was sicher eine Riesenerfahrung wird». Zuerst will Eseosa Aigbogun allerdings noch mit einem Sieg gegen ihre ehemalige Mannschaft in den Cupfinal einziehen.